Interferone

Welche Nebenwirkungen haben Interferone?
Interferone sind durchaus nicht frei von
Nebenwirkungen,obwohl es sich um körpereigene Substanzen handelt. Sie sind für alle drei Interferongruppen sehr ähnlich. Ihr Auftreten und der
Ausprägungsgrad ist von der Dosis abhängig. Die Beschwerden können grippeartig sein, also z.B. Fieber, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, Übelkeit, gelegentlich auch Erbrechen. Eine Verminderung von Leukozyten und Blutplättchen kann vorkommen. Andererseits können Interferone bei langfristiger Gabe auch das
Nervensystem beeinflussen, so daß sie psychische Veränderungen, z.B. Antriebslosigkeit, hervorrufen. Die Nebenwirkungen der
Interferone waren bisher nicht dauerhaft, nach dem Absetzen der Medikamente verschwanden sie wieder.
Wo liegen die Schwerpunkte der klinischen Forschung mit Interferonen?
Die Ermittlung der Patientengruppen, die auf Interferongaben ansprechen, ist ein Hauptanliegen der klinischen Forschung. Auch die Optimierung der Interferondosierungen, Entwicklung neuer Konzepte zur Kombination mit anderen Therapiefomen und die Verminderung der
Nebenwirkungen werden zur Zeit als vordringliche Aufgaben der Interferonforschung betrachtet. Intensiv geprüft werden Ansätze, bei denen Interferon in Kombination mit Zytostatika und anderen Zytokinen, insbesondere Interleukin 2, verwendet wird, sowie die Gabe von Interferonen als Erhaltungstherapie nach
Tumorrückbildung durch Chemo- oder Strahlentherapie.