Kopfschuppen sind weit verbreitet: Ursachen und erkennung

 
Kopfschuppen sind weit verbreitet: Ursachen und erkennungViele Menschen stellen im Erwachsenenalter vermehrt Schuppen auf der Kopfhaut bei sich fest. Schuppen gibt es in unterschiedlichsten Formen und Stärken. Unter Fachleuten besteht aber Einigkeit darüber, daß es sich bei der einfachen Schuppenbildung und dem seborrhoischen Ekzem um zwei Schweregrade derselben Erkrankung handelt.

Leichte Schuppen

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen kann davon ausgegangen werden, daß es sich bei den "herkömmlichen" Schuppen um eine besonders milde Form einer seborrhoischen Dermatitis (Schuppen mit Juckreiz und Rötung der Kopfhaut) handelt. Man spricht in diesen Fällen von einfacher Schuppenbildung (Pityriasis simplex). Typisch sind weiß-graue Schuppen, die vor allem in der Scheitelregion auftreten.

Stärkere Schuppung

Die klassische Form der seborrhoischen Dermatitis mit den Symptomen
  • Erythem (Rötung),
  • Pruritus (Juckreiz) und
  • Desquamation (Schuppung)
kommt schätzungsweise bei ein bis drei Prozent der erwachsenen Männer und Frauen vor. Bei jüngeren Männern ist der Anteil am höchsten - etwa fünf Prozent. Die an sich harmlose Hautkrankheit tritt bevorzugt an der Kopfhaut, aber auch im Gesicht und am Oberkörper auf. In der Literatur werden verschiedene Bezeichnungen für diese Krankheitsbilder genannt: seborrhoisches Ekzem, Pityriasis simplex (capillitii), Pityrosporis oder Pityriasis capitis.

Charakteristisch für das klinische Bild (das Aussehen) der seborrhoischen Dermatitis sind gerötete Areale mit unterschiedlich ausgeprägter Schuppung. Schwerere Formen können darüber hinaus weitere Entzündungsmerkmale zeigen und ein fettig-talgiges Aussehen annehmen oder sogar nässen.Meist besteht dabei ein deutlicher Juckreiz. Betroffen sind besonders die talgdrüsenreichen Gebiete. Ausgehend von der Nasolabialfalte (von der Nase zur Lippe verlaufende Falte) und der Stirn zwischen den Augenbrauen tritt diese Dermatose überwiegend in der Gesichtsmitte auf. Weitere bevorzugte Gebiete sind die prästernale Region (um das Brustbein) und das Areal zwischen den Schulterblättern. Dadurch unterscheidet sich die seborrhoische Dermatitis von anderen Hauterkrankungen, die ebenfalls mit einer Schuppung auf der Kopfhaarregion einhergehen oder auch sonst ähnliche Symptome aufweisen können, wie z B. eine Neurodermitis (atopisches Ekzem) oder Psoriasis (Schuppenflechte).

Weitere Erkrankungen mit Kopfschuppen

Wenn die Schuppen nur lokal abgegrenzt auftreten, ist auch eine Psoriasis als Ursache möglich. Auch zu einer Neurodermitis läßt sich das seborrhoische Ekzem durch die Konzentration auf bestimmte Körperregionen meisten klar abgrenzen.

Großflächige Pilzerkrankung

Bei einer großflächigen, oberflächlichen Dermatomykose mit scharf begrenzten, bogigen, schuppenden Flecken spricht man von einer Pityriasis versicolor. Die Erytheme sind rötlich-gelb bis gelblich-bräunlich gefärbt und können linsen- bis münzgroß
sein. Auch bei dieser Hauterkrankung ist Malassezia furfur der verantwortliche Erreger. Die krankhaften Hauterscheinungen sind am Körperstamm lokalisiert und rezidivieren häufig Juckreiz tritt nur gelegentlich auf. Auch bei dieser Erkrankung machen erst begünstigende Faktoren den an sich harmlosen Pilz zu einem pathogenen Erreger. Bezeichnend ist, daß die betroffenen Patienten eine verstärkte Schweißbildung mit gleichzeitig hoher Talgproduktion aufweisen.




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