Mit dem Schnelltest zur Eigendiagnose

Gesundheitsreform und Praxisgebühr sorgen für steigenden Bedarf an Heimdiagnose-Verfahren. Rezeptfreie Selbsttests aus der Apotheke sollen das Risiko für Darmkrebs,
Herzinfarkt oder Magengeschwür sichtbar machen. Zu vier gängigen Tests hat service:gesundheit Experten hinsichtlich Sicherheit und Nutzen befragt.
Darmkrebsvorsorge
Schnelltests zur Darmkrebsvorsorge weisen unsichtbares
Blut im Stuhl nach. Denn Blut im Stuhl kann auf Tumore oder Tumorvorstufen - so genannte Polypen - im Darm hindeuten. Der Heimtest wird mit Hilfe einer Stuhlprobe durchgeführt und kann bereits nach wenigen Minuten ausgewertet werden. Allerdings: Auch ein negatives Testergebnis liefert keine 100 prozentige Sicherheit. Stuhltests die verborgenes - so genanntes okkultes - Blut im Stuhl entdecken sind ein wichtiger
Bestandteil in der Früherkennung von Polypen oder von Tumoren. Problem ist allerdings, dass diese Art von Tumoren oder Polypen nur von Zeit zu Zeit Blut abgeben und infolgedessen nicht immer positiv ausfallen. Dieser Tatsache muss man sich Bewusst sein, um diese Tests auch bewerten zu können.
Herzinfarktboten erkennen
Grundlage des Herzinfarkt-Schnelltests ist die
Blutprobe. Mit Hilfe der beiliegenden Stich-Lanzette wird das Blut aus der Fingerkuppe entnommen. Ziel des Tests ist der Nachweis verschiedener Herzmuskelproteine, die nach einem Herzinfarkt im Blut freigesetzt werden. Die Anwendung überfordert Laien sehr rasch. Anstatt schnell zu handeln, führt der Test eher in die falsche Richtung. Der
Herzinfarkt ist eine lebensbedrohliche Situation. Das heißt es geht um Leben und Tod. Wichtiger ist es eine schnellstmögliche notärztliche Behandlung zu bekommen. Dieser Test hilft nicht bei diesem Verfahren, sondern führt nur
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