Reisedurchfall: Vorbeugen ist besser als heilen

 
Reisedurchfall: Vorbeugen ist besser als heilenEin ungewohntes Klima, die Zeitverschiebung und die fremde Küche am Reiseziel belasten den berufs-gestressten Körper in den ersten Ferientagen zusätzlich. Deshalb treten in dieser Zeit die häufigsten Durchfallerkrankungen bei Touristen auf. Auch hier gilt, Vorbeugen ist besser als Heilen. Wenn Sie die folgenden Tipps beachten reduzieren sie die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung stark:
  • Boil it, cook it, peel it, or forget it (Siede es, koche es, schäle es oder vergiss es!), das ist zwar ein uralter Spruch aber er hat nichts von seiner Gültigkeit verloren. Durch den Garprozess werden Bakterien, deren Giftstoffe, Viren und evtl. vorhandene Darmparasiten inaktiviert und abgetötet
  • Krankheitskeime werden durch schmutzige Hände, unsaubere gekühlte Getränke und Lebensmittel verbreitet. Sie sind hauptverantwortlich für Reisedurchfall-Erkrankungen. Auch in „guten“ Hotels ist die Küche nicht immer über alle Zweifel erhaben, wenn dazu noch tropische Temperaturen kommen, können sich Keime explosionsartig vermehren (besonders auf jenen Riesen-Buffets, die stundenlang von der Vorspeise bis zum Dessert aufgebaut bleiben.)
  • Achten Sie darauf, dass die servierten Speisen frisch zubereitet und heiss (60°) sind, essen Sie die Gerichte möglichst rasch und lassen Sie die Resten in die Küche zurückgehen.
  • Geniessen Sie in den ersten Ferientagen die fremden Speisen in kleinen Mengen, so hat das Verdauungssystem Zeit sich an das ungewohnte Essen anzupassen.
  • Verzichten Sie auf alles was nicht ganz durchgekocht wird (Beefsteak tartar, Muscheln, roher Fisch)
  • Verzehren Sie nur gar gekochtes Gemüse, das frisch zubereitet wurde.
  • Essen Sie keine Früchte, die Sie nicht schälen können
  • Milch, Eis (auch Eiswürfel), Kompotte und offene Fruchtsäfte in heissen Gefilden genossen, haben sehr häufig unangenehme Spätfolgen.
  • Meiden Sie kalte oder alte warme Buffets
  • Schoppengetränke (Säuglingsnahrung) ausnahmslos mit frischem, abgefülltem Mineralwasser zubereiten. Ist dies nicht möglich muss das Wasser frisch abgekocht werden (mind. 5Min. über dem Siedepunkt kochen lassen).
  • Lassen Sie Säuglingsnahrung nie herumstehen! Bereiten Sie keine Mahlzeiten auf Vorrat zu!
  • Leitungswasser ist auch für die Zahnhygiene in den meisten warmen Ländern nicht geeignet. Putzen Sie die Zähne trocken und spülen Sie den Mund am Schluss mit einem Schluck Mineralwasser aus der Flasche.
  • Kaffee, Tee und alkoholische Getränke enthalten keine Krankheitserreger.
  • Nehmen Sie es mit der eigenen Handhygiene (Toilettengänge) sehr genau. Händewaschen mit Seife vor jedem Essen. Benützen Sie zum Abtrocknen nur Einwegpapier-Handtücher oder lassen Sie die Hände an der Luft trocknen.
  • Binnenengewässer (Tümpel, Seen, langsam fliessende Gewässer) in Asien, Afrika und Südamerika können mit Krankheitserregern verseucht sein, baden, duschen und barfuss wandern in diesen Gewässern





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