Killer-Sudoku
Den größten Effekt für die Hirnleistungsfähigkeit hat ein Spiel wie Sudoku vor allem bei Spieleinsteigern. Wer bereits alle Varianten beherrscht und Schweregrade meistern kann, bei dem hat das Lösen eines Rätsels nicht mehr so einen positiven Effekt. "Nur neue Herausforderungen fördern die Bildung neuer Synapsen", erläutert Fahnenstich. "Bei Aufgaben, die denen gleichen, die wir kennen und oft verrichten, benutzt unser Gehirn die bereits eingetretenen Trampelpfade." Aber für all diejenigen, für die ein Standard-Sudoku keine Herausforderung mehr ist, gibt es ja bereits neue und schwierigere Varianten mit fantastischen Namen wie Toroidal, Irregular Extravaganza, Pandigital oder Pips. Und absoluten Cracks sei das Killer-Sudoku empfohlen, bei dem keine einzige Zahl mehr vorgegeben ist - lediglich die Summen der Ziffern in markierten Feldern.Aber auch wenn Sudoku die geistige Beweglichkeit steigert, sieht Fahnenstich darin keinen Schutz vor Alzheimer. "Bei dieser Krankheit entstehen im Gehirn Eiweißablagerungen, die offenbar die Impulsweiterleitung - also die Kommunikation der Nervenzellen untereinander - behindern. Im Laufe der Zeit sterben dann die Nervenzellen ab, die für Gedächtnis, Sprache und Denkfähigkeit notwendig sind", konstatiert der Experte aus Essen. "Morbus Alzheimer ist eine ernstzunehmende Erkrankung, der man leider nicht mit Denksportaufgaben wie Sudoku beikommen kann."
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.medizin-aspekte.de)


