Therapie des Alkoholkranken Patienten

Kontaktphase:
Die Kontaktphase ist jene Zeit in der, der Patient aufgrund einer somatischen, psychischen oder sozialen Krise sein Alkoholproblem nicht mehr verdrängen kann. Es kommt zum Zusammenbruch der alkoholischen Abwehr und somit zu einem Bewusstwerden der Alkoholproblematik. In diese Phase kommt es meist zu Kontakten mit professionellen Helfern, die da sein können entweder Hausärzte, Fachärzte, Klinikabteilungen oder Beratungsstellen. Wer Patienten in dieser Phase der Krise antrifft, sollte sich im klaren sein, dass es hier besonders gut gelingt motivierend auf den Patienten einzugreifen. Hier zu trösten und die durch den Alkohol entstandenen Probleme zu verniedlichen ist nicht angezeigt. Es bringt nicht viel den Patienten in dieser Phase zu trösten, sondern man muss dem Betroffenen die Realität klar vor Augen führen. Dadurch ist dieser auch eher bereit sich zu einem therapeutischen Prozess motivieren zu lassen.Entzug:
Die Entzugsymptome entstehen dadurch, dass Alkohol auf das zentrale Nervensystem eine hemmende Wirkung ausübt. Um dies auszugleichen reduziert das Gehirn selbst die eigenen hemmenden Anteile und steigert anderseits die im Gehirn ebenso vorhandenen erregenden Wirkungen. Fällt nun Alkohol als hemmende Substanz weg, muss das Gehirn wieder erlernen, diese Hemmmechanismen selbst zu übernehmen, weiteres müssen sich die durch das Gehirn dauerhaft aufgebauten erregenden Mechanismen wieder reduzieren. Fällt nun der Alkohol als hemmende Substanz weg, zeichnet sich diese erste Entzugsphase durch eine Übererregung des gesamten zentralen Nervensystems aus. Auf motorischer Ebene zeigt sich das durch Zittern und Unruhe, sowie durch eine erleichterte Auslösbarkeit von Reflexen bis hin zu einem epileptischen Anfall.Auf der vegetativen Ebene zeigt sich eine deutliche Neigung zum Schwitzen, Bluthochdruck, eine erhöhte Atem- und Herzfrequenz. Auf der Wahrnehmungsebene kann dies bis zu Halluzinationen führen. Das Vollbild eines derartigen Abstinenzsyndrom wäre das Delirium tremens, das charakterisiert ist durch eine Desorientiertheit, eine motorische Unruhe und Halluzinationen. Dieses Entzugsyndrom wird behandelt mit Benzodiazepinen, die auf lesen Sie weiter


