Was bedeutet Trigeminusneurologie?

 
Was bedeutet Trigeminusneurologie?Die Trigeminusneuralgie gehört zu den schwersten bekannten Schmerzsyndromen. Die Anfälle elektrisierenden kurz andauernden Gesichtsschmerzen betreffen einen Trigeminusast. Fast immer sind die Schmerzen einseitig. Die Schmerzattacken treten spontan auf oder werden durch leichte, all-tägliche Stimuli (Sprechen, Essen, Zähne-putzen, Rasieren etc.) ausgelöst. Zwischen den Schmerzattacken ist der Patient in der Regel Schmerzfrei. Der jährliche Inzidenz wird zwischen 2 und 5 pro 100’000 geschätzt. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Ursache

Während man früher davon ausging, dass die meisten Fälle „idiopatisch“ seien, herrscht heute die Auffassung vor, dass dem Krankheitsbild eine Kompression der Trigeminusnerv am Austrittsort aus dem Hirnstamm zugrunde liegt.
Es handelt sich hierbei um Gesichts-schmerzen.

Therapie der Trigeminusneuralgie

Die Behandlung der Trigeminusneuralgie ist entweder pharmakologisch oder chirur-gisch, wobei Medikamente als erste Therapiewahl gelten, da etwa 70 % der Betroffenen initial auf sie ansprechen. (z.B. Tegretol oder Trileptal). Bei rund der Hälfte der Patienten versagt die medikamentöse Therapie früher oder später und sie werden zu Kandidaten für den chirurgischen Eingriff.

Die Mikrovaskuläre Dekompression

Die mikrovaskuläre Dekompression ist die einzige chirurgische Methode, die nicht destruktiv ist, und eine definitive Korrektur der vermuteten Neuralgieursache zum Ziel hat. Mit einem Teflon-Schwämchen wird zwischen Nerv und Gefäss separiert. Bildbeschrieb: Introperatives Bild mit Nerv, Gefäss und Schwamm, OP-Situs nach Mobilisierung und Unterpolsterung einer kleinen Arterie direkt am Eintrittsbereich des Nervus trigeminus in den Hirnstamm mit Teflonfasern. Die Gefässpulsationen können nun nicht mehr auf den Nerv (zieht von rechts unten nach links oben) übertragen werden.

Operation

  • Postoperative Prognose: Lang anhaltende vollständige Schmerz-ausschaltung wird bei 70-80% der Operierten angegeben, weitere 4% erfahren eine partielle Schmerzlinderung. Die Rezidivrate beträgt 1-2% / Jahr.
  • Operation: Durch eine retrosigmoidale Kraniotomie (in einer Grösse von 2 Franken) wird der Nervus Trigeminus am Ausgang aus dem Hirnstamm identifiziert und danach mit dem Teflonschwämchen vom Gefäss separiert.





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