Was hat Jod mit Akne zu tun?
Leiden Sie unter einer schmerzhaften Akne, die langsam entstand und auf keines der üblichen Aknepräparate reagiert und tiefe Narben hinterlässt?Dann gehören Sie möglicherweise auch zu der wachsenden Zahl der Betroffenen, die eine Jod-Akne (Kelp-Akne) haben.
Nach einer Erkundigung der Frauenzeitschrift "mini" vom Oktober 97 warnen Hautärzte, dass mittlerweile jeder 10. Aknepatient unter einer Jodakne leidet. Auf dem Wiesbadener Schilddrüsengespräch vom März 1997 dagegen erklärte der Mainzer Radiologe und führende Jodbefürworter, Peter Pfannenstiel, wörtlich: "An dieser Stelle muss gesagt werden: es gibt keine Allergie und auch keine Akne durch Jod." [=Pfannenstiel, S. 63]. Es verwundert dann, dass sich völlig im Einklang mit unseren Erfahrungen im führenden deutschen "Klinischen Wörterbuch", dem "Pschyrembel", unter dem Stichwort "Jodakne" allein drei Verweise finden: 1. Acne venenata: 2. Iodausschlag, 3. Iododerma tuberosum (vgl. Pschyrembel, S . 778).
Die Jodakne ist altersunabhängig. Oft beginnt sie als Bläschenausschlag am Mund, weswegen häufig die Fehldiagnose "Herpes" gestellt wird. Im Gegensatz zum tatsächlichen Herpes reagiert der Jodausschlag jedoch nicht auf äußerlich und innerlich anzuwendende Virostatika.
Und wenn schon der Arzt auf Patientenbemerkungen wie: "Der Herpes geht nicht," nicht hellhörig und dazu veranlasst wird, an Jodakne zu denken, dann tun Sie es.


