Was heisst Condylomata acuminata?

 
Was heisst Condylomata acuminata?Jährlich erkranken weltweit etwa 30 Millionen Patienten neu an Genitalwarzen ("Feigwarzen" oder "Condylomata acuminata"), welche somit die häufigste sexuell übertragene Krankheit sind. Feigwarzen werden durch Humane Papillomviren (HPV) verursacht, das typische Erscheinungsbild sind "blumenkohl-artige" Warzen an Penis, Skrotum, im Bereich der Harnröhrenmündung oder in der Analregion. Diese sichtbaren Warzen sind hoch ansteckend was die große Verbreitung der Viren in der Bevölkerung erklärt.

Derzeit sind 86 genetisch völlig unterschiedliche Papillom-Virustypen bekannt, etwa die Hälfte verursacht Infektionen der Schleimhäute, vor allem im Anogentialbereich. Diese Viren lassen sich nach ihrem Gefährdungspotenzial bezüglich Krebserkrankungen in zwei Gruppen einteilen: in sogenannte low-risk und high-risk HPV-Typen. Condylomata acuminata werden in über 90 % der Fälle durch die low-risk Typen 6 und 11 ausgelöst, bei ca. 1 % der Bevölkerung sind diese auch klinisch nachweisbar. High-risk HPV-Typen, wie zum Beispiel Typ 16 und 18, können bei Frauen Gebärmutterhals-Krebs auslösen, welches der zweithäufigsten gynäkologische Tumor ist.

Therapeutisch werden mit unterschiedlich guten Langzeitresultaten Säuren, lokale Immunmodulatoren (z.B. Imiquimod), chirurgische Verfahren, Lasertherapie, Kryotherapie oder Elektrotherapie eingesetzt. Allen verfügbaren Therapieverfahren ist gemein, dass eine Heilung im Sinne einer kompletten Entfernung des Virus aus dem Körper derzeit nicht möglich ist.

Behandlungskonzepte in der Urologischen Klinik

Die Urologische Klinik betreibt seit 1990 eine Spezialambulanz für HPV-Erkrankungen im Anogenitalbereich, welche einen Patientenzustrom aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland erfährt. Das diagnostische und therapeutische Spektrum umfasst neben üblichen Standardmethoden auch spezielle Verfahren der Fluoreszenzendoskopie, Viruslabordiagnostik und besonders der Lasermedizin, welche teilweise an der Urologischen Klinik entwickelt wurden.
  • Ausführliche Beratungsgespräche bzgl. HPV-Erkrankungen, mögliche Folgen für eine Partnerschaft, Vermeidung von Rezidiven, etc.
  • Individuelle Behandlungskonzepte je nach Lokalisation und Ausmaß der Erkrankung
  • moderne Diagnosemethoden wie die Fluoreszenzendoskopie
  • Laserchirurgische Entfernung der Condylomata acuminata mit sehr guten kosmetischen Ergebnissen und geringen Rezidivraten
  • Behandlung von Condylomata acuminata auch in der Harnröhre oder im Analbereich





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