Was Sie selbst tun können gegen Rückeschmerzen
Neben der Rückenschmerztherapie oder nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung sind Maßnahmen wichtig, die Rückfälle vermeiden helfen oder die Therapie wirksam unterstützen. Vermeiden Sie deshalb alles, was dem Rücken schadet. Die Veränderung eingeschliffener Verhaltensweisen und liebgewonnener Gewohnheiten ist zwar nicht leicht, Ihr Rücken wird es Ihnen aber danken.Rückenschule – Richtig Sitzen, Heben, Tragen
Die meisten Rückenschmerzen lassen sich auf den weit verbreiteten Mangel an Bewegung, einseitige Belastungen in Alltag und Beruf sowie eine Fehlhaltung der Wirbelsäule zurückführen. Der damit einhergehende Verlust des gesundheitserhaltenden Wechsels von Be- und Entlastung führt zu einer mangelhaften Ernährung der Bandscheiben, Schwächung der Muskulatur und schließlich einer Abnutzung der Wirbelsäule, die massive Schmerzen verursachen kann. Das Gegenmittel heißt Rückenschule. In der Rückenschule zeigen speziell geschulte Therapeuten richtige Bewegungsabläufe und Körperhaltungen bei täglichen Verrichtungen wie An- und Auskleiden, Waschen, Einkaufen oder im Haushalt. Im Vordergrund stehen das richtige Heben, Tragen, Bücken, Sitzen, Stehen und Liegen. Seien Sie nicht überrascht, wenn das richtige Sitzen zu Beginn anstrengender und unbequemer ist als vermutet. Die Bewegungen sind noch nicht automatisiert und strengen mehr an als nötig. Je kräftiger die Muskeln werden, um so stabiler wird der Rücken.Ein gezieltes Sportprogramm hilft Ihnen die Rückenmuskeln zu stärken. Wenn Sie lange keinen Sport betrieben haben, lassen Sie sich von einem Arzt oder Physiotherapeuten beraten. Ganzkörpersportarten wie Schwimmen, hier am besten Rückenkraul, Skilanglauf und Gymnastik stärken gleichzeitig Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit. Auch Wandern und Fahrrad fahren sind empfehlenswert. Nicht geeignet sind Sportarten wie Tennis, Squash, Ski Alpin, Reiten und Kegeln. Hier ist die Belastung für die Wirbelsäule, z. B. durch schnelle Dreh- und Stoppbewegungen, zu groß. Integrieren Sie außerdem so viel Bewegung wie möglich in den Tagesablauf. Benutzen Sie möglichst das Fahrrad oder gehen Sie zu Fuß. Bevorzugen Sie das Treppensteigen, statt den Fahrstuhl zu benutzen. Müssen Sie viel am Schreibtisch arbeiten, nutzen Sie das Telefonieren, um aufzustehen oder führen Sie eine Besprechung am Stehpult durch.
10 Tipps für einen gesunden Rücken
- Bewegen Sie sich.
- Halten Sie den Rücken gerade.
- Gehen Sie beim Bücken in die Hocke.
- Heben Sie keine schweren Gegenstände.
- Verteilen Sie Lasten und halten Sie diese dicht am Körper.
- Halten Sie beim Sitzen den Rücken gerade und stützen den Oberkörper ab.
- Stehen Sie nicht mit gestreckten Beinen.
- Liegen Sie nicht mit gestreckten Beinen.
- Treiben Sie Sport, am besten Kraul- oder Rückenschwimmen, Laufen oder Rad fahren.
- Trainieren Sie täglich Ihre Wirbelsäulenmuskeln.


