Was tut AIDS mit den Augen?

 
Was tut AIDS mit den Augen?Der HIV-Virus an und für sich verursacht keine Augenkrankheiten. Die Zerstörung des Immunsystems führt aber zu Krankheiten, die bei Personen, die über ein intaktes Immunsystem verfügen, nicht vorkommen. So können z.B. die Augen, und zwar alle Augenteile (die Augenhöhle und das ganze visuelle System) von Krankheiten befallen werden. Einige oft vorkommende Augenkrankheiten, die in Verbindung mit AIDS stehen, werden hier behandelt:

Beschädigung der äusseren Augenteile durch AIDS

Das trockene Auge

Aidspatienten weisen häufig trockene Augen auf, da die Tränendrüsen durch den Virus beschädigt werden.

Das Sarkoma nach Karposi

Beim Sarkoma nach Karposi handelt es sich um einen bösartigen Krebs, an dem 30 % der Aidspatienten leiden. Es handelt sich um einen flachen oder knollenartigen, violetten Tumor, der auf der Bindehaut, auf der durchsichtigen Schicht auf dem „Weissen des Auges" also, auftritt. Es kann aber auch die Lider miteinbeziehen. Dieses Augenleiden kann auf verschiedene Arten behandelt werden.

Molluscum Contagiosum

Bei dieser Augenkrankheit handelt es sich um kleine, durch einen Virus hervorgerufene, hautfarbige Knoten, die sich leicht vermehren und sich auf dem Liderrand ansetzen und so das Auge reizen. Wenn AIDS vorliegt, werden diese Knötchen immer grösser und zahlreicher. Sie können entfernt werden, doch können sie jederzeit wiederkehren.  Infektion der Hornhaut:
Bei Aidspatienten kann es zu einer spontanen Hornhautinfektion kommen, vor allem dann, wenn eine Drogenabhängigkeit vorliegt. Auch können andere Gründe, die jedoch seltener sind, wie z.B. die Infektion durch Pilze und andere Infektionen, die schwieriger zu behandeln sind, vorliegen. Es kann auch zu einer Reaktivierung des Herpesvirus und der Zona kommen.

Beschädigung der inneren Augenteile durch AIDS

Retinopathie der Netzhaut, die in Verbindung mit AIDS steht: Es handelt sich um kleine weisse Flecken, die auf der Netzhaut verstreut wie kleine Baumwollbällchen erscheinen. Sie zeigen jedoch keine Netzhautinfektion an. Im allgemeinen verursachen diese Flecken keine Sehprobleme. Aehnliche Flecken können bei Gefässkrankheiten (z.B. Diabetes) auftreten.

Retinitis des Zytomegalo-Virus

Der Zytomegalo-Virus, der die Netzhaut beschädigt, kann zu einem schweren Sehverlust führen. Dieser Virus gelangt im allgemeinen durch Krankheiten wie Grippe in den Körper und kann dort schlummern. Wenn nun eine Person an AIDS erkrankt, kann der Zytomegalo-Virus in vielen Körperteilen reaktiviert werden. Bei einer Netzhautinfektion kommt es zu folgenden Symptomen: „mouches volantes", blinde Zonen im Sehfeld oder ein Sehverlust. Auch kann es zu einem Ablösen der Netzhaut kommen. Alle Personen, die solche Symptome aufweisen, lesen Sie weiter




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