100 Jahre Alzheimer

 
100 Jahre AlzheimerDie Krankheit Alzheimer wurde benannt nach ihrem Entdecker, dem Arzt Alois Alzheimer. 1907 beschrieb er als erstes dieses Krankheitsbild, die zu den Demenzerkrankungen zählt. Der Arzt spricht von Demenz des Alzheimer–Typs (DAT).
In der Medizin versteht man unter Demenz, den krankhaften Verlust geistiger Fähigkeiten. Je weiter die Krankheit voranschreitet, desto orientierungsloser und verwirrter wird der Patient bis hin zu völligem Gedächtnis- und Wahrnehmungsausfall.

Ursachen und Auswirkungen

Unter der Gesamtheit aller Demenzen, sind ca. 60 Prozent der Erkrankten vom Alzheimer Typ betroffen. Eine vollständige Klärung der Ursache ist noch nicht erforscht. Vermutet wird, wie Alois Alzheimer schon beschrieben hat, dass eine Ablagerung an Eiweiß – Spaltprodukten die Erkrankung hervorruft. Diese Ablagerung, auch Plaques genannt, behindert die Reizleitung im Gehirn die für die Gedächtnisleistung im Komplettumfang verantwortlich ist. Der Betroffene verliert nach und nach immer mehr an Gedächtnis – Gedächtnisschwund! Das heißt, es kommt zur regelrechten Schrumpfung des Hirngewebes. Dabei kann passieren, dass in besonders schweren Fällen, das Gehirn bis zu 500 Gramm weniger wiegen kann als bei einem gesunden Menschen. Diese Demenzerkrankung führt über kurz oder lang in mehreren Jahren zu einer völligen Zersetzung der Persönlichkeit und zur Pflegebedürftigkeit.

Risiken und Häufigkeit

Das Hauptrisiko an Alzheimer zu erkranken ist nach wie vor ein hohes Alter. In Deutschland leben Schätzungen zu Folge 1,4 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung, davon sind ca. eine Million an Alzheimer erkrankt. Man vermutet eine Verdopplung sogar eine Verdreifachung der Demenzkranken bis zum Jahr 2050.

Therapie

Eine Heilung ist bislang noch nicht möglich. Ziel ist es die Krankheit zeitweise zu bremsen. Allein das Aufhalten ist bei degenerativen Erkrankungen wie der Alzheimer schon als Erfolg zu werten. Wichtig bei Diagnose Alzheimer ist, nicht aufzugeben. Therapeutisch wird eine Ver- besserung und Stabilisierung der geistigen Leistungsfähigkeit erzielt. Die Möglichkeiten liegen in einer medikamentösen und einer nicht–medikamentösen Therapie. Bei der nicht–medikamentösen Therapie wird durch geistiges Training sowie körperlicher Aktivität dem Gedächtnisschwund entgegengewirkt. Eine medikamentöse Therapie mit so genannten Antidementiva, verzögert das Voranschreiten des Gedächtnisschwunds.




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