Alkohol - Droge Nr 1

 
Alkohol - Droge Nr 1Was ein richtiger Mann ist, muss seinen Rausch haben. Saufen und Rauchen gehört zum Erwachsenwerden. Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren"

Kommen Ihnen Aussagen wie diese bekannt vor? Alkohol ist in Österreich die "Volksdroge Nummer 1", auch wenn man sie nicht als solche wahrnimmt. Ca. 330.000 Österreicher und Österreicherinnen sind alkoholkrank, knapp 900.000 Österreicher und Österreicherinnen konsumieren Alkohol in einem Ausmaß, das bereits gesundheitsschädlich ist. Somit haben knapp 20% der Erwachsenen (mehr als 1,2 Millionen Menschen) Alkoholprobleme. Rund 8000 Menschen sterben in Österreich pro Jahr an Alkoholfolgeerscheinungen. Die Lebenserwartung von Alkoholkranken ist um rund 20 Jahre verringert.

Ein täglicher Alkoholkonsum unter der Harmlosigkeitsgrenze (bis 16g reiner Alkohol bei Frauen, bis 24g Reinalkohol bei Männern - 20g sind ca. ein halber Liter Bier oder ein Viertel Wein) wird aktuell von der Wissenschaft als weitgehend unbedenklich angesehen. Ein täglicher Alkoholkonsum der die Gefährdungsgrenze überschreitet (40g bei Frauen, 60g bei Männern - also 2-3 Krügel pro Tag) wird als Alkoholmissbrauch bezeichnet, bei dem man langfristig ein deutlich erhöhtes Erkrankungsrisiko (z.B. Gastritis, Bauchspeicheldrüsenentzündungen, Lebererkrankungen etc..) in Kauf nimmt.

Alkoholkrank wird man aber nicht von heute auf morgen. Diese Krankheit kommt schleichend, und niemand der Alkohol trinkt, ist vor ihr gefeit.

Kritisch wird Alkoholkonsum erst dann,

  • wenn Alkohol beim Mittag- oder Abendessen einfach nicht mehr wegzudenken ist
  • wenn zum Ausgehen Alkohol einfach dazu gehört
  • wenn man sich nicht mehr vorstellen kann, einige Zeit abstinent zu leben
  • wenn bei psychischen oder sozialen Spannungen getrunken wird
  • wenn man glaubt in belastenden Lebenssituationen nicht mehr ohne Alkohol auskommen zu können
  • wenn Alkohol als Medikament eingesetzt wird, auch wenn man sich erst nach einem Gläschen Alkohol richtig ausgeglichen und wohl fühlt, sollte man(n) sein Trinken überdenken.

Von Alkoholkrankheit spricht man,

  • wenn man bereits nach geringen Mengen Alkohol das Verlangen verspürt weiter zu trinken
  • wenn man weiter trinkt, obwohl man weiß, dass man aufhören müsste, dies jedoch nicht kann
  • wenn man immer mehr Alkohol benötigt, um die selbe Wirkung wieder zu erzielen
  • wenn bereits Entzugserscheinungen auftreten, wenn man einige Zeit keinen Alkohol konsumiert (Zittern der Hände, übermäßiges Schwitzen, morgendliche Übelkeit etc.)





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