ALS: wann und wie häufig?

 
ALS: wann und wie häufig?

Wie schnell verläuft die Krankheit?

Die Frage kann in dieser Form nicht beantwortet werden. Im Krankheitsverlauf gibt es große individuelle Unterschiede. Die durchschnittliche Krankheitsdauer beträgt etwa drei bis vier Jahre. Wichtig ist, dass bei 5% der ALS-Kranken sehr langsame zeitliche Verläufe von mehr als 10 Jahren beschrieben werden. Auch plötzliche Stillstände des Krankheitsprozesses sind selten, aber wiederholt berichtet worden.

Die neuesten Zahlen sprechen dafür, dass eine optimierte pharmakologische Therapie und Betreuung die Lebensspanne um mehr als 1 Jahr verlängern kann, ohne dass mit Nebenwirkungen der Therapie zu rechnen ist. Die Anlage eines perkutan endoskopischen Gastrostoma (PEG) sowie die nicht-invasive Heimbeatmung haben ebenfalls einen zusätzlichen Effekt auf die Lebenserwartung.

In welchem Alter beginnt die Erkrankung?

Das Haupterkrankungsalter liegt zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr. Die jüngsten Patienten erkranken im Alter von 20-30 Jahren. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 56-58 Jahren. Unter 10% der ALS-Patienten erkranken vor dem 40. Lebensjahr.

Wie häufig ist die ALS?

Die ALS kommt häufiger vor, als gemeinhin bekannt ist. In einer Bevölkerung von 100.000 Einwohnern sind zwischen drei und acht Menschen an ALS erkrankt. Jährlich treten - wiederum auf 100.000 Einwohner bezogen - zwei Neuerkrankungen auf. Die Häufigkeit der ALS ist weltweit vergleichbar. Nur für einige Regionen des westlichen Pazifik ist eine deutlich höhere, aber jetzt rückläufige Häufung der ALS festgestellt worden.




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