kleinen Instrument in das Gelenkinnere ein, untersucht und behandelt es, ohne zu öffnen. Ist eine kleine Degeneration zu sehen, werden lose Gewebeteile beseitigt und das Gelenk gespült, um störende Schwebteilchen zu entfernen. Die meisten Patienten sind danach schmerzfrei. Durch diese Technik kann laut einer Studie von Darrell Oglivie-Harris, M. D., Ph. D. vom Toronto Hospital in Kanada bei 60 % der Patienten mit mittelschweren Arthrosen der Einsatz von künstlichen Hüftgelenken bis zu 15 Jahre hinausgezögert werden. Die
Arthroskopie nimmt in diesem Fall aber nur den mechanischen Schmerz, der arthritische bleibt.

Wenn die Arthoskopie versagt

Wenn die Arthoskopie versagt, steht neuerdings eine Technik der Knorpelgewebserneuerung zur Verfügung: Mats Brittberg, M. D., Ph. D., vom Department of Orthopaedic Surgery der Universität von Göteborg hat dazu eine Methode entwickelt, bei der 300-500 mg der Knorpelschicht des betreffenden Gelenks entnommen und in einer Zellkultur vermehrt werden. Man erhält so etwa 10 Millionen Zellen, die dann in einer Operation auf die lädierte Stelle aufgetragen werden. Damit können arthrotische Gewebe bis zu einer Größe von einem Zentimeter Durchmesser ausgebessert werden. Das gilt allerdings lediglich für junge Patienten - etwa bis zum 40. Lebensjahr, deren Knorpelgewebe nur lokal geschädigt ist, z.B. durch Unfall. Bei älteren Menschen mit einer längeren Arthrosegeschichte ist diese Technik nicht anwendbar, da dort meist schon zu große Flächen
geschädigt sind. In Bochum wird die Gewebstransplantation seit einem Jahr von Prof. Grifka erfolgreich praktiziert, problematisch sind dabei allerdings die hohen Kosten von 15.000 DM, die die Krankenkassen nur teilweise ersetzen.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.ruhr-uni-bochum.de)




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