Die Nierentransplantation, wie funktioniert das?

Die Nierentransplantation
Die Indikation zur
Nierentransplantation ist das irreversible, terminale Nierenversagen, mit der Notwendigkeit einer lebenslangen Dialysebehandlung. Die häufigsten Ursachen des terminalen Nierenversagens sind u.a. Glomerulonephritis (13-27%), Zystennieren (4-7%), Diabetes mellitus (11%), Hypertonie (8 - 16%), chronische Pyelonephritisund andere Erkrankungen. Die primäre Therapie terminal niereninsuffizienter Patienten besteht zunächst in der Hämodialyse oder Peritonealdialyse. Diese Nierenersatztherapien kann die fehlende Nierenfunktion jedoch nur partiell ersetzen, so dass es im Verlauf zum Auftreten von Folgekrankheiten kommen kann. Zudem erfordert die
Dialysetherapie vom Patienten ein hohes Maß an disziplinierter Lebensführung sowie einen hohen Zeitaufwand bei deutlich eingeschränkter Lebensqualität. Daher ist es wünschenswert eine Nierentransplantation möglichst rasch nach Eintritt in die Dialysepflicht durchzuführen.
Indikation zur Nierentransplantation
Entscheidend dafür ist der ausgesprochene Wunsch des Patienten mit chronischem Nierenversagen für eine Nierentransplantation vorbereitet und gemeldet zu werden. Die Vorbereitung auf die
Nierentransplantation bedarf einer engen Zusammenarbeit zwischen Patient, seinen Angehörigen, dem betreuenden Dialysearzt und dem Behandlungsteam des Transplantationszentrums. Im gemeinsamen Gespräch werden die Vor- und Nachteile der Nierentransplantation (Wiederherstellung der Nierenfunktion) gegenüber den Risiken (Operation und immunsuppressive Therapie) besprochen. Erfolgt nach diesem Gespräch die endgültige Indikationsstellung, wird der Patient bei der Eurotransplant-Foundation in Leiden (Holland) als transplantabel gemeldet. Die Dialysezentren informieren das Transplantationszentrum nach Aufnahme in die Warteliste in
Abständen von 3 Monaten regelmäßig über den Gesundheitszustand des Patienten, damit dort immer die aktuellsten Informationen vorliegen. Leider können nicht alle chronisch niereninsuffizienten Patienten mit einer Nierentransplantation versorgt werden. Es stellt sich das Problem einer zunehmenden Diskrepanz zwischen einer steigenden Anzahl von Patienten auf den Wartelisten bei einer gleichzeitigen Abnahme der
Spenderbereitschaft. Daher werden zunehmend Organe mit eingeschränkter Qualität, sog. marginale Spenderorgane, verwendet. Die
Lebendnierenspende, bei der Nierentransplantation ein schon seit vielen Jahren etabliertes Verfahren, die aufgrund guter Planbarkeit und den kurzen Ischämiezeiten sehr gute Ergebnisse liefert, stellt unter diesen Aspekten eine gute Alternative dar. In der Bundesrepublik werden ca. 90% durch Leichennieren und ca. 10% durch Lebendnierenspende
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