Die Operation der Prostata karzinom

 
Die Operation der Prostata karzinomBei der sogenannten retropubischen radikalen Prostatovesikulektomie wird ein Unterbauchlängsschnitt von ca. 3-4 cm unterhalb des Nabels bis zum Schambein durchgeführt. Anschließend werden die Lymphknoten im Bereich des Beckens entfernt und noch während der Operation feingeweblich mittels Schnellschnitt untersucht. Wenn bösartige Zellen des Prostatakrebses streuen und Metastasen (Absiedelungen) im Körper bilden, finden sie sich in der Regel in den entfernten Lymphknoten. Sollte die Schnellschnittuntersuchung einen Befall der Lymphknoten zeigen, so ist dies ein Zeichen für eine weiter fortgeschrittene Krebserkrankung, so dass die radikale Entfernung der Prostata fraglich sinnvoll ist. In diesem Fall kann z.B. eine Hormonentzugstherapie (s.o.) durchgeführt werden. Hierzu werden entweder die testosteronproduzierenden Hoden entfernt, oder es wird deren Hormonproduktion durch eine Dreimonatsspritze unterdrückt.

Sind die Lymphknoten nicht befallen oder ist dies vor der Operation mit Ihnen so besprochen, so wird der Eingriff weitergeführt und die Prostata mit den anhängenden Samenblasen radikal entfernt. Anschließend wird die Harnblase wieder mit der Harnröhre durch eine Naht verbunden. Diese Nahtverbindung nennt man Anastomose. Zum Schutz dieser Anastomose wird ein Dauerkatheter durch die Harnröhre in die Harnblase eingelegt. 10 bis 21 Tage nach der Operation wird die Anastomose (Verbindungsstelle zwischen Blase und Harnröhre) durch eine Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel auf ihre Dichtigkeit überprüft und der Dauerkatheter entfernt.

Bei der perinealen Prostatovesikulektomie wird die Operation von einem Schnitt aus durchgeführt, der im Bereich des Damms, das heißt zwischen Hodensack und Anus verläuft. Bei dieser Operation werden die Lymphknoten entweder gar nicht oder über einen zweiten Schnitt im Bereich des Unterbauchs bzw. laparoskopisch (Schlüssellochchirurgie mittels Bauchspiegelung) entfernt und untersucht. Weiterhin ist die radikale Prostatovesikulektomie einschließlich der Entfernung der Lymphknoten auch laparoskopisch, d.h. mittels (Unter-)Bauchspiegelung (Schlüsselloch-OP) durchführbar. Hierbei werden 3-5 kleine Schnitte gemacht, über die die Operationskamera sowie die Arbeitsinstrumente eingeführt werden. Die Operation läuft ähnlich wie die retropubische Prostatovesikulektomie ab, jedoch erlaubt die deutliche Vergrößerung durch die Kamera ein feineres Operieren bei gleichzeitiger Schonung der Bauchwandmuskulatur. Informationen zu Ergebnissen der laparoskopischen radikalen Prostatektomie finden sich in dieser Publikation:




Infoflasche die meist komplette Informationsquelle! Helfen Sie uns Infoflasche zu ergänzen und promoten Sie gleichzeitig ihre Site. Haben Sie noch interessante Informationen? Machen Sie sich infoflasche Partner!