Ablauf der Nierentransplantation
Ein Nierentransplantat kann heute bis zu seiner Implantation bis zu 48 Stunden gekühlt gelagert werden. Im Normalfall sollte das Spenderorgan aber innerhalb von 24 Stunden implantiert werden. Je kürzer die Zeitspanne bleibt, in der das Transplantat nicht durchblutet wird - die so genannte Ischämiezeit-, desto eher und besser funktioniert die Niere. Bei der Transplantation wird die Niere nach einem Längsschnitt im seitlichen Unterbauch rechts oder links in das kleine Becken eingepflanzt, möglichst eine rechte Niere nach links und eine linke nach rechts. Diese ist in den anatomischen Gegebenheiten der Blutgefäße und des Verlaufs von Nierenbecken und Harnleiter gegeben. Die funktionslosen eigenen Nieren werden nur in besonderen Fällen entfernt. Nach dem Verschluss der Wunde im Unterbauch verbleiben noch ein oder zwei Kunststoffschläuche, die das Wundsekret nach außen ableiten. Diese Drainagen werden in den ersten Tagen nach der Transplantation schrittweise entfernt. In der Mehrzahl der Fälle nimmt das neue Organ bereits noch während der Operation seine Funktion auf. Bei cirka 30% der Patienten kommt es allerdings zu einer initialen Nichtfunktion der Niere (DGF = delayed graft function), die anfangs weitere Dialysen notwendig macht. Innerhalb von zwei Wochen setzt dann in der Regel auch im Spenderorgan die Nierenfunktion ein.(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:www.genzyme.de)


