Die Risiken einer Stammzelltransplantation

Mit einer Stammzelltransplantation können verschiedene
lebensbedrohliche oder
tödliche Erkrankungen dauerhaft geheilt werden. Allerdings ist die Behandlungsmethode nicht ohne Risiken. Trotz rascher Fortschritte auf diesem Gebiet besteht ein
Risiko (je nach Grunderkrankung, Therapie und Infektionen vor Transplantation, Spender-Verfügbarkeit und Konditionierung) bis zu 15%, an den Folgen einer Stammzelltransplantation zu versterben.
- Die Risiken der Konditionierung: Je nach Art und Stärke der Strahlen- oder Chemotherapie, die zur Konditionierung notwendig ist, kann es manchmal zu schweren Organfunktionsstörungen an Nieren, Leber, Lunge oder Herz kommen. Viele dieser Funktionsstörungen bilden sich mit der entsprechenden Behandlung wieder zurück, in seltenen Fällen können jedoch bleibende oder lebensbedrohliche Organschäden auftreten.
- Das Risiko der Abstoßung: In bis zu 5% der Transplantationen kommt es trotz Konditionierung zu einer Abstoßung der transplantierten Stammzellen. In einem solchen Fall kann eine zweite Transplantation nach entsprechender Vorbehandlung versucht werden.
- Das Risiko der Infektionen:Rund um die Stammzelltransplantation (von der Konditionierung bis zur Bildung eines reifen und starken Immunsystems) hat das Kind ein hohes Risiko, an verschiedenen Infektionen zu erkranken. Die meisten Infektionen lassen sich mit Antibiotika, Virus-Medikamenten und Pilz-Mitteln behandeln. In seltenen Fällen können solche Infektionen trotz Behandlung lebensbedrohlich verlaufen.
- Das Risiko der Graft versus Host Erkrankung: Eine schwere Graft versus Host Erkrankung kann in seltenen Fällen trotz Behandlung zu schweren Blutungen aus dem Darm oder zueiner lebensbedrohlichen Leberfunktionsstörung führen.