Entstehung eines epileptischen Anfalls und Häufigkeit

Wie entsteht ein epileptischer Anfall?
Im Gehirn des Menschen finden sich eine Unzahl einzelner Nervenzellen.Diese Nervenzellen sind miteinander durch zahlreiche Verbindungen verknüpft, sie stehen in einem laufenden Kontakt miteinander. Dieser Kontakt entsteht durch elektrische Stromstöße, die über die Nervenbahnen ablaufen. Im normalen Gehirn des Menschen sind Faktoren, die zu Stromstößen führen (erregende Impulse) in einem geregelten Verhältnis zu Faktoren, die Stromstöße vermindern (hemmende Impulse). Während eines epileptischen Anfalls ist dieses Gleichgewicht gestört.
Die erregenden Impulse bekommen die Oberhand, einzelne Nervenzellen und Nervenzellverbände produzieren laufend und ungebremst Stromstöße. Diese vermehrte Hirnzelltätigkeit („Hirngewitter") führt dazu, daß die normale Aktivität des Gehirns sich in verzerrter, gesteigerter Form zeigt (abnorme Bewegungen, Krämpfe, abnorme Gefühle und Wahrnehmungen, abnormes Denken, Bewußtseinsstörungen).
Wie häufig sind Epilepsien?
Epileptische Anfälle und Epilepsien sind häufige Ereignisse bzw. Erkrankungen.Ca. jeder zehnte Mensch erleidet irgendwann einmal in seinem Leben einen epileptischen Anfall. Zwischen 0,5 und 3 Prozent der Bevölkerung leiden chronisch an epileptischen Anfällen, das heißt, sie haben eine Epilepsie. Ein großer Teil der Epilepsien beginnt in der Kindheit, ein bisher vernachlässigter, relativ großer Teil beginnt aber erst jenseits des 50. Lebensjahres.


