Früherkennung, immer wichtig, auch bei Magengeschwüren!

 
Früherkennung, immer wichtig, auch bei Magengeschwüren!

Symptome

Beim Magen- bzw. Zwölffingerdarmgeschwür liegen zum Teil keine oder nur sehr unspezifische Beschwerden vor. In der folgenden Aufzählung finden sich Symptome, die häufig beobachtet werden.
  • Oberbauchschmerzen
  • Blutungen (unsichtbar oder als schwarzer Stuhl)
  • Appetitlosigkeit
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit
  • Erbrechen (als Zeichen einer Abflussstörung oder einer ausgeprägten Narbenbildung)
  • in den Rücken ausstrahlender Schmerz als Zeichen eines Geschwürdurchbruchs 
Der Einfluss der Nahrungsaufnahme ist sehr unterschiedlich. Während beim einen Teil der Patienten die Symptomatik verstärkt wird, wirkt sich die Aufnahme von Lebensmitteln bei anderen schmerzlindernd aus.

Risiken/Komplikationen

  • Blutungen aus dem Geschwür, dadurch eventuell Blutarmut
  • Durchbruch eines Geschwürs durch die Magenwand (Perforation) in die freie Bauchhöhle
  • Durchbruch eines Geschwürs in ein benachbartes Organ (Penetration), z.B. in die Bauchspeicheldrüse
  • Narbenbildung, dadurch eventuell Verengungen, Passagestörungen und Störungen der Peristaltik

Ernährungstherapie

Leichte Vollkost

Die Ernährungstherapie entspricht im wesentlichen einer leichten Vollkost. Das bedeutet, dass der Patient alles essen kann, was er individuell verträgt.
Entgegen früherer Meinung wird bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren heute keine ballaststoffarme Ernährung verordnet, da gezeigt werden konnte, dass diese Schonkosten bzw. Ulkusdiäten wirkungslos sind.

Eine hohe Ballaststoffzufuhr (Vollkornprodukte, Kartoffeln, Gemüse) ist sogar erwünscht! Zwar kann dadurch die Heilung eines Geschwürs nicht verbessert werden, Rückfälle (Rezidive) treten jedoch unter ballaststoffreicher Kost seltener auf. Dies beruht wahrscheinlich auf der Bindung von Gallensäuren.

Scharfe Speisen und Gewürze sollten bei neu entdeckten Geschwüren gemieden werden, ebenso ein übermäßiger Kaffeekonsum. Als Richtlinie gelten maximal zwei Tassen Kaffee (auch entkoffeinierter) pro Tag. Individuelle (Un-) Verträglichkeiten sind zu berücksichtigen.

Obwohl ein positiver Effekt von mehrfach ungesättigten Fettsäuren angenommen wird, gibt es keine besonderen Empfehlungen für die Fettsäurezufuhr, sie entsprechen denen einer gesunden vollwertigen Ernährung.

Bei der Gabe von sogenannten H2-Rezeptor-Antagonisten sollte auf eine Spätmahlzeit verzichtet werden. Dies würde die Säureproduktion in der Nacht erhöhen, den pH-Wert des Magens senken und damit die Heilung des Geschwürs verzögern.

Weitere Maßnahmen

Durch die Gabe von H2-Rezeptor-Antagonisten in Kombination mit Antibiotika kann der Besiedelung mit dem Bakterium Helicobacter pylori entgegengewirkt und das erneute Auftreten der Erkrankung verhindert werden.
  • Aufgabe des Rauchens
  • Abbau von Stress





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