Gefäßoperationen am Penis

Venensperr-Operationen (Venenligaturen)
IllustrationBei einer Reihe von Männern ist ein erhöhter Blutabfluss aus den Schwellkörpern für das Auftreten der erektilen Dysfunktion mitverantwortlich (sog. venöses Leck oder cavernöse Insuffizienz) Mit Hilfe der Pharmakoncavernosometrie /graphie lassen sich Ausmaß und Lokalisation des Venenabflusses genau feststellen. Handelt es sich hierbei um leichte bis mäßig gradige Störungen mit überwiegendem Blutabfluss über die auf dem Penisrücken verlaufende Dorsalvene, so kann in Einzelfällen durch eine sogenannte Venensperroperation eine Verbesserung der Erektionsfähigkeit herbeigeführt werden. Von einem kleinen Schnitt an der Peniswurzel werden diese Venen aufgesucht, durchtrennt und unterbunden, so dass das Blut, ähnlich einem Staudammprinzip, länger in den Schwellkörpern verweilt.Leider verhält es sich aber so, dass sich bei einem Großteil dieser so operierten Patienten durch Ausbildung von Umgehungskreisläufen im Laufe von 1-2 Jahren sich die Situation wieder deutlich verschlechtert. Aus diesen Gründen und unter Berücksichtung der sehr gut wirksamen Medikamente, welche für die ED- Behandlung mittlerweile zur Verfügung stehen, werden solche Venenligaturen heutzutage nur noch äußerst selten durchgeführt, sie haben quasi ihre Daseinsberechtigung verloren. Bei richtiger Indikationsstellung (isolierter Abfluss über die Dorsalvene)und in geübten Händen lässt in den beschriebenen Ausnahmefällen dann eine dauerhafte Besserung in ca. 50 herbeiführen. Allerdings kommen bei korrekter Diagnose- und somit Indikationsstellung nur ca. 1-2 aller Männer mit Erektionsstörungen für solch eine Venensperroperation in Frage.


