Kampf gegen Viren und Fettleber

Infektiöse Hepatitis und Fettleber waren zwei Hauptthemen beim diesjährigen Kongress der European Association for the Study of the Liver (EASL), der Ende April in Wien stattfand. Für über 5.000 Experten aus aller Welt war der Tenor der Veranstaltung:
Verbesserung der diagnostischen und therapeutischen Optionen bei den meisten Erkrankungen der Leber. Das gilt nun auch für die Fettleberhepatitis, die zwei bis vier Prozent der Bevölkerung der westlichen Industrieländer betrifft. Sie ist eine Folge der nicht alkoholbedingten Fettleber und steht daher in Zusammenhang mit
Übergewicht, Diabetes mellitus und erhöhten Blutfett-Werten. Bislang konnte eine
Fettleberhepatitis nur mittels Biopsie diagnostiziert werden und war kaum zu behandeln. Auf dem EASL-Kongress wurden Daten zur Diagnose mittels eines nicht invasiven Verfahrens namens FibroScan präsentiert, das mittels einer mechanischen Welle Versteifungen der Leber misst. Damit lässt sich mit hoher Sicherheit eine Fibrose, wie sie häufig bei fortgeschrittener Fettleberhepatitis auftritt, diagnostizieren. Die Experten, die die aktuellen FibroScan Daten präsentierten, sind der Meinung, dass die diagnostische Zuverlässigkeit für einen Screening-Test auf NASH ausreicht.
Diagnose der NASH
Frühere und bessere Diagnose wird bei der Fettleberhepatitis (NASH) auch insofern wichtiger, als es erste Studiendaten zu wirksamen therapeutischen Maßnahmen gibt. So konnte erstmals in einer placebo-kontrollierten Studie nachgewiesen werden, dass sich die Fettleberhepatitis nach einem Jahr Behandlung mit dem Diabetes-Medikament Rosiglitazon bessert. Dass eine
Verfettung der Leber keineswegs harmlos ist, zeigen italienische und schwedische Arbeiten, die ebenfalls vorgestellt wurden. Ein schwedisches Team wies nach, dass Patienten mit
nichtalkoholischer Fettleber im Vergleich zur Normalbevölkerung eine kürzere Lebenserwartung haben und italienische Forscher fanden heraus, dass bei Patienten mit Fettleber das
Risiko von Verkalkungen
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