Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen
Kopfschmerzen, MigraeneDie große Zahl von Kopfschmerzformen, die Vielfalt der Ursachen und unterschiedlichen Bezeichnungen haben in der Vergangenheit zu Verwirrungen bei Patient und Arzt geführt. Erst 1988 hat sich die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) auf ein Ordnungssystem geeinigt, das inzwischen mehr als 160 verschiedene Kopfschmerzarten umfasst. Nach dem Vorschlag der IHS werden Kopfschmerzen in zwei große Gruppen unterteilt: in primäre und sekundäre Kopfschmerzen.Bei primären Kopfschmerzen ist der Schmerz selbst die Erkrankung. Diese Kopfschmerzen sind anlagebedingt, also vererbt. Die häufigsten Vertreter dieser Gruppe sind Spannungskopfschmerzen und Migräne. Bei den sekundären oder symptomatischen Kopfschmerzen ist der Schmerz ein Anzeichen einer anderen Erkrankung, zum Beispiel bei einer Hirnhautentzündung, einer Stirnhöhleneiterung, einem Infekt oder einer Gefäßerkrankung. Wenn Sie sich unsicher sind unter welcher Kopfschmerzform Sie leiden, dann machen Sie unseren Kopfschmerztest. Allerdings kann ein Onlinetest nie den Arztbesuch ersetzen. Vielmehr soll er Sie bei der Selbstbeobachtung unterstützen, damit Ihr Arzt, aufgrund Ihrer genauen Beschreibung, die richtige Diagnose stellen kann.
Kopfschmerz vom Spannungstyp
Charakteristisch ist ein dumpfer, drückender bis ziehender Schmerz, der im ganzen Kopf wahrgenommen wird. Die meisten Betroffenen haben das Gefühl, einen zu engen Hut zu tragen, ihren Kopf in einem Schraubstock eingezwängt oder eine schwere Last auf dem Kopf zu haben. Der in der Regel leichte bis mittelschwere Schmerz beginnt häufig im Nacken oder in der Stirn. Er kann sich aber auch vom Halsansatz im Nacken über den Hinterkopf bis nach vorn zur Stirn ziehen. Die Schmerzen strahlen gelegentlich in die Augen oder in die Wangen aus, die Augen werden müde und der Kopf scheint zu schwer für den Körper.Früher bezeichnete man den Spannungskopfschmerz auch als “Muskelverspannungskopfschmerz”, “Stresskopfschmerz” oder “psychogenen Kopfschmerz”. Begriffe, die den Eindruck vermitteln, man kenne die Ursachen und Auslöser. Doch bis heute gibt es nur Vermutungen darüber, welche Faktoren die Kopfschmerzen herbeiführen. Sehr wahrscheinlich handelt es sich beim Spannungskopfschmerz um eine organische Erkrankung, bei der innere und äußere Faktoren zusammenwirken. So kann eine stark angespannte Kopf- und Halsmuskulatur bei einigen Patienten die Schmerzen auslösen. Bei anderen, die unter chronischen Kopfschmerzen leiden, ist vermutlich die zentrale Schmerzschwelle erniedrigt. Dadurch führen normalerweise nicht schmerzhafte Reize bei den Betroffenen zu Kopfschmerzen. Gestörte Schmerzkontrollmechanismen können ebenso Kopfschmerzen verursachen wie Stress. Zum Beispiel Autofahren in dichtem Verkehr, Arbeiten unter Zeitdruck oder in schlecht belüfteten Räumen und ständige Körperfehlhaltungen sind typische Auslöser für Kopfschmerzen. Aber auch psychosozialer Stress in der Familie und nicht bewältigte Ängste verursachen Spannungskopfschmerzen. Lernen Sie deshalb Stress zu bewältigen und abzubauen.


