Lassa-Patient aus künstlichem Koma erwacht

 
Lassa-Patient aus künstlichem Koma erwacht16 Tage nach intensivmedizinischer Behandlung des Patienten mit Lassa-Fieber in der Isoliereinheit der Universitätsklinik Frankfurt ist der Patient nun aus dem künstlichen Koma erwacht und nimmt Kontakt mit seiner Umwelt auf. Er erkennt sicher seine Familie, die gestern erstmalig unter strengen Sicherheitsvorkehrungen in der Einheit war und macht die ersten Sprechversuche, die besonders schwierig sind nach einer langen Zeit der maschinellen Beatmung. Weiterhin ist bei dem Patient aber das Lassa-Virus im Blut und anderen Körpersekreten nachweisbar, das akribisch täglich mit Unterstützung des L4-Labors am Hamburger Tropeninstitut kontrolliert wird. Deshalb sind auch bis auf weiteres die strengen und personalintensiven Isolations- und Überwachungsmaßnahmen erforderlich. Das große Team der Universitätsklinik wird dabei unterstützt von Kollegen vergleichbarer Isoliereinheiten in Berlin, Hamburg, Stuttgart und Würzburg, die in regelmäßigen 12-Stunden Schichten gemeinsam eine ärztliche und pflegerische Betreuung gewährleisten.

Die Ärzte der Universitätsklinik gehen nun noch zuversichtlicher davon aus, dass der Patient im Verlauf der nächsten Wochen seine Infektion unter weiterer Intensivüberwachung langsam überwinden wird.

Wie bei allen anderen Kontaktpersonen, so zeigten sich auch bei den Familienangehörigen des Patienten bisher keine Krankheitssymptome, so dass eine Übertragung der Infektion durch den Patienten auf andere wahrscheinlich nicht stattgefunden hat.




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