Malaria: Genseits von Afrika

 
Malaria: Genseits von AfrikaUnbemerkt fliegt sie heran, eine winzige Mücke, dann ein Stich. In Afrika kann dieses Szenario tödliche Folgen haben. Denn ein einziger Stich reicht aus, um Malaria-Parasiten ins Blut zu bringen. Ghana – Regenzeit. Nahe der Millionenstadt Kumasi ist die Malaria besonders weit verbreitet. Gerade während der Regenzeit vermehren sich die Moskitos rasend schnell und die Zahl der Kranken steigt sprunghaft an. Von Mai bis Dezember 2002 durchstreiften Dr. Jennifer Evans und ihre Kollegen die Dörfer um Kumasi und untersuchten pro Woche rund 450 Kinder auf Malaria. Dabei sammelten sie insgesamt mehr als 14.000 Blutproben. Keine andere Malariastudie war bisher so umfassend.

Mit zwei Millionen Todesfällen und 500 Millionen Neuerkrankungen jährlich ist die Malaria eines der größten Gesundheitsprobleme weltweit", sagt Prof. Horstmann, Leiter der tropenmedizinischen Grundlagenforschung am Bernhard-Nocht-Institut. Ein Impfstoff ist nach wie vor nicht in Sicht, und gegen gängige Medikamente sind die Erreger immer häufiger resistent. Deshalb ist es notwendig, neue Forschungsansätze zu finden und die Grundlagenforschung zu verstärken", so Horstmann. Er und seine Arbeitsgruppe konzentrieren sich daher auf die Genomforschung. Denn einige genetische Veränderungen bieten einen gewissen Schutz vor Malaria.

Sichelförmige Blutzellen schützen vor Malaria

Genetische Veränderungen im Erbgut – da denkt man sofort an schreckliche Krankheiten und Horrorfilme. Aber Fehler im Erbgut können auch nützlich sein. Lichtmikroskopische Aufnahme von Sichelzellen im Blut. In Gegenden Afrikas, die stark von Malaria betroffen sind, gibt es bei vielen Menschen eine genetische Veränderung, die den roten Blutfarbstoff und die lesen Sie weiter




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