Nikotinersatzpräparate: siehe ausführlich hier!

 
Nikotinersatzpräparate: siehe ausführlich hier!

Antidepressiva

erleichtern den Rauchstopp? - Ich rate davon schwerstens ab!: Von den gängigen Antidepressiva haben sich lediglich Bupropion und Nortriptylin als umstrittene Entzugsbegleiter erwiesen. Ihnen gemeinsam ist die noradrenerge Wirkkomponente, die ebenso wie eine dopaminerge offenbar den Verzicht aufs Rauchen erleichtert. Serotonerge haben dagegen bislang enttäuscht (die üblichen SSRI). Was bislang aber noch überhaupt nicht untersucht wurde: ob vielleicht auch die Nebenwirkungen dieser Substanzen zum Entwöhnungserfolg beitragen. So macht Bupropion einem Teil der Konsumenten den Mund trocken - mag sein, dass die Zigarette dann einfach nicht mehr schmeckt. Eine neuere Studie zeigt, dass Bupropion als Zusatztherapie zu herkömmlichen Raucherentwöhnungsprogrammen die Raucherabstinenzrate nicht erhöht

Viel schwerer wiegt aber Folgendes

Bupropion (Zyban) zur Nikotineentwöhnung, ein tödliches Risiko?

In Grossbritannien sind 18 Menschen in Verbindung mit der Einnahme des Raucherentwöhnungsmittels Bupropion (=Amfebutamon, ZYBAN) gestorben. Insgesamt 3.457 Verdachtsberichte zu unerwünschten Wirkungen sind erfasst. In Kanada wurden bereits vor einem Jahr drei Tote in Verbindung mit dem Mittel erwähnt. In Deutschland gibt es einen erfassten Todesfall. Der betroffene 68-jährige Mann hätte das Mittel nicht bekommen dürfen, wird eine Sprecherin des Herstellers GlaxoSmithKline zitiert. Er litt an arterieller Hypertonie und Herzinsuffizienz. Allerdings finden wir in der aktüllen Fachinformationkeine entsprechende Gegenanzeige für das Raucherentwöhnungsmittel.Der Hersteller verweigert nähere Auskünfte zu den Todesfällen: "Daten über das Auftreten von Nebenwirkungen oder Todesfällen, wie Sie sie anfordern, werden von uns grundsätzlich nur den Behörden zur Verfügung gestellt" (6) und verstösst damit unseres Erachtens gegen seine Informationspflicht gegenüber Fachkreisen. Nach höchstrichterlichen Entscheidungen beispielsweise zu ESTIL hat der Hersteller im Rahmen der Produzentenhaftung bei begründetem Verdacht alle Risikoinformationen öffentlich zu machen und Anwender und Verbraucher zu warnen. GlaxoSmithKline spielt hingegen die potenzielle Bedrohung durch ZYBAN gezielt herab. Die Firma verweist auf "andere Faktoren, andere Erkrankungen und andere Arzneimittel" als mögliche Ursache und verschleiert dabei, dass üblicherweise nur 1% bis 2% der Ereignisse tatsächlich gemeldet werden. Will die Firma zudem andeuten, dass Todesfälle unter ZYBAN deshalb vertretbar seien, weil es "gut dokumentiert" sei, dass "einer von vier Rauchern im mittleren Alter an raucherbedingten Erkrankungen" sterbe?

Der Nutzen von Bupropion ist unzureichend belegt (a-t 2000; 31: 59-60). Neben Herzinfarkt und Schlaganfall treten bedrohliche Störwirkungen auf einschliesslich Krampfanfall, Halluzination, Psychose, Suizidgedanken u.a., die zum Teil der amfetaminartigen Wirkstruktur der Substanz entsprechen.Angesichts der dürftigen Datenlage, der Verharmlosungsstrategie und der Weigerung der Firma, Fachkreise über unerwünschte Wirkungen gewissenhaft zu informieren, ist eine korrekte Aufklärung der Verbraucher über das Gefährdungspotenzial von ZYBAN derzeit nicht möglich. Wir raten daher von der Verordnung von ZYBAN ab.




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