Risiken bei Xenotransplantation

 
Risiken bei XenotransplantationNach Angaben israelischer Forscher in der Fachzeitschrift "Proceedings of National Academy of Sciences" (PNAS) sind Xenotransplantate nur in einem bestimmten „Zeitfenster“ der Differenzierung zur Entwicklung von zur Transplantation geeignetem Gewebe für Leber, Lunge und Bauchspeicheldrüse u.a.m. geeignet. Nicht zuletzt zeigen Modellversuche mit Tieren der letzten zwei Jahrzehnte, dass eine zu frühe Transplantation von embryonalem Gewebe zur Teratombildung führt. Wiederum birgt die Transplantation eines späten Entwicklungsstadiums das erhöhte Risiko einer Abstoßungsreaktion.
Die Xenotransplantation bezeichnet die Transplantation oder Infusion von lebenden Zellen, Geweben oder Organen nicht-menschlicher Herkunft (z.B. Schweinen) oder von menschlichen Körperflüssigkeiten, Zellen, Geweben oder Organen, die ex vivo Kontakt mit tierischen Material hatten (vgl. Naica-Loebell, 2001).

Das Forscherteam um Y. REISNER (Weizmann Institute) konnte jeweils organspezifische Entwicklungsstadien eingrenzen, mit denen die Differenzierung in funktionales Gewebe und eine geringe Wahrscheinlichkeit zur Teratombildung verbunden waren. Für ein optimales Wachstum der Leber bei Versuchen mit immundefizienten Mäusen war embryonales Gewebe aus Schweinen geeignet, dass circa 28 Tage alt war, während eine optimale Lungenentwicklung erst am Tag 56, die maximale Differenzierungsfähigkeit zur Bauchspeicheldrüse ab Tag 42 zu beobachten war. REISNER et al. vermuten, dass die unterschiedliche Menge der je nach Alter der Zellen vorhandenen pluripotenten Zellen eine andere Expression im Gewebe verursacht. Mittels molekularbiologischer Methoden hat die Arbeitsgruppe nun vor, die Stadien zu charakterisieren, um Gene zu identifizieren, die für den Entwicklungsablauf typisch sind.




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