Schmerztherapie bei akuten Osteoporoseschmerzen

 
Schmerztherapie bei akuten OsteoporoseschmerzenIn Einzelfällen ist bei heftigen Rückenschmerzen nach einem frischen Wirbelkörperbruch eine kurzzeitige Bettruhe unvermeidbar. Grundsätzlich gilt jedoch, den Patienten so aktiv wie möglich zu halten, damit nicht weitere Knochenmasse verloren geht. Um die Beweglichkeit der Betroffenen weitgehend zu erhalten und eine Frühmobilisierung zu ermöglichen, ist in der Regel eine ausreichende medikamentöse Schmerztherapie notwendig. Sie sollte deshalb sofort nach dem Knochenbruch eingeleitet werden. Außerdem sind andauernde Schmerzreize zu verhindern, die ein Schmerzgedächtnis entstehen lassen und dazu führen können, dass die Schmerzen chronisch werden. Eine rechtzeitige Therapie ist auch wichtig, weil lange bestehende, unbehandelte Schmerzen schwerer zu behandeln sind.

Medikamentöse Therapie

Die Behandlung akuter Schmerzen wird bei mäßigen Beschwerden zunächst mit einem Schmerzmittel eingeleitet, das vor allem im peripheren Nervensystem ansetzt - also dort, wo Schmerzreize wahrgenommen werden. Zu den bekanntesten Wirkstoffen gehören die Azetylsalizylsäure oder das Paracetamol. Sie bewirken, dass die Zahl der Nervenimpulse aus den Schmerzfühlern, den Rezeptoren, sinkt und die Schmerzempfindung nachlässt. Bei akuten osteoporosebedingten Beschwerden haben sich diese nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) bewährt. Neben einer rasch eintretenden schmerzlindernden Wirkung haben sie auch eine antientzündliche Wirkung. Für den dauerhaften Einsatz sind NSAR wegen Nebenwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt allerdings nicht immer geeignet. Bei starken und stärksten akuten Schmerzen ist zusätzlich zur Einnahme von NSAR die Gabe schwach oder stark wirksamer Opioide erforderlich. Wie Opioide wirken und was bei ihrer Anwendung zu beachten ist, wird im Kapitel zur Behandlung chronischer Schmerzen ausführlich besprochen.

Die Injektion von lokalen Schmerzmitteln, so genannten Lokalanästhetika, kann den frühzeitigen Beginn einer krankengymnastischen Übungsbehandlung unterstützen. Sie setzen die Erregbarkeit der Nervenfasern im Bereich der Hauptschmerzpunkte herab und erhöhen die lokale Durchblutung. Es ist jedoch zu beachten, dass Lokalanästhetika eine zeitlich begrenzte Wirkung von etwa sechs bis acht Stunden haben. Doch lesen Sie weiter




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