Umgang mit dem Alkohol
Der Genuss von Alkohol macht nicht aus Jedem gleich einen Trinker. Aber es kann nicht schaden, wenn Jeder sich ehrlich die Frage stellt, ob er vielleicht gefährdet oder bereits alkoholkrank ist. Für Teenager gehört es beinahe immer dazu, dass sie sich für eine gewisse Zeit übermäßigem Alkoholgenuss aussetzen. Man gehört zur Clique, wenn man etwas verträgt. Und es ist ein gewagter Bruch mit dem Elternhaus. Jugendliche suchen ihren Weg in die Welt der Erwachsenen. Sich auf einer Fete mal so richtig zu betrinken, ist für sie ein Beweis, dass sie sich jetzt endlich von ihrem Elternhaus lösen, Gebote übertreten und es den "Alten" mal so richtig zeigen. Sie wollen sich nicht mehr kontrollieren lassen, wollen beweisen, dass sie alt genug sind, um über ihr Leben selber zu bestimmen und wollen sich damit auch klar abgrenzen zur Welt der Grufties. Sie sind jung, frei und und ihre Freunde trinken ja auch. So eine Phase gehört zum Erwachsenwerden dazu, genau wie die erste Zigarette oder das Klauen im Kaufhaus als Mutprobe.Kinder und Jugendliche sind aber auch besonders gefährdet, weil sie ihre Persönlichkeitsentwicklung noch lange nicht abgeschlossen haben. Werden sie aber, trotz ihrer "Eskapaden" vom Elternhaus stets aufgefangen und bekommen auch dort Verständnis und Liebe zu spüren, so werden sie Alkohol nicht als Problemlöser ansehen oder sich mit Alkohol auf Dauer Selbstbewusstsein erzwingen wollen. Selbstbewusste Kinder und Jugendliche erfahren, dass sie alles meistern können, wenn sie nur wollen und das Alkohol niemals Probleme lösen kann, sondern nur neue Probleme schafft. Eltern, die ihre Kinder zum Bier holen schicken oder ihnen täglich den sorglosen Umgang mit Alkohol vorleben, tun dies vielleicht nicht aus böser Absicht heraus. Aber sie müssen sich auch den Vorwurf gefallen lassen, dass sie die Reizwirkung des Alkohols im übertriebenen Maße unterstützen. Ein Jugendlicher, der auch im Beisein der Eltern mal ein Bier trinken darf, wird den Reiz des Verbotenen kaum verspüren und ein Jugendlicher, der Zuhause immer wieder Mutter und Vater vor Augen hat, die sich dem übermäßigen Alkoholkonsum hingeben oder die bei allen möglichen Problemen Alkohol trinken, wird glauben, dass Alkohol ein geeignetes Mittel ist, um mit den Alltagssorgen klar zu kommen. Eltern müssen immer wieder einen gesunden Mittelweg finden, um ihren Kinder den richtigen Umgang mit Alkohol zu zeigen und sie müssen ihre Kinder selbstbewusst und stark machen, damit der Alkohol keine Chance hat, das Leben zu bestimmen. Wie leicht es gerade Kindern und Jugendlichen gemacht wird an Alkohol zu kommen, zeigt immer wieder deutlich das Verhalten von vielen Mitarbeitern in den Geschäften.


