Unterstützende Medikamente und Therapien
Muskelverspannungen aufgrund von Fehlhaltungen sind für einen erheblichen Teil der osteoporosebedingten Schmerzen verantwortlich. Um diese Verkrampfungen zu lösen, werden häufig Muskelrelaxanzien eingesetzt. Muskelrelaxanzien wirken sedierend (beruhigend), hemmen die Muskelreflexe und vermindern das Gleichgewichtsgefühl. Sie erhöhen dadurch das Sturzrisiko der Patienten und damit die Gefahr eines Knochenbruchs ganz erheblich. Aus diesem Grund sollten Muskelrelaxanzien nur nach strenger Indikation und höchstens als Zusatzmedikament gegeben werden.Je nach Schmerzverlauf kann die Anwendung einer begleitenden Medikation, z. B. mit Antidepressiva, die Behandlung mit Schmerzmedikamenten jedoch sinnvoll ergänzen. Antidepressiva können in bestimmten Fällen die Wirkung von Schmerzmitteln verstärken und gleichzeitig die Stimmungslage aufhellen. Denn chronische Schmerzen bedeuten für den Betroffenen Dauerstress. Hinzu kommt, dass Schmerzpatienten ihren Angehörigen, Freunden oder Arbeitskollegen kaum vermitteln können, wie sehr die Schmerzen sie belasten. Schmerzen sind nicht sichtbar wie etwa ein Gipsbein. Häufig treffen Patienten deshalb auf Unverständnis. Die Folge: Sie ziehen sich zurück und brechen viele soziale Kontakte ab - Kontakte, die nötig sind, um den Schmerz zu besiegen. Die psychologische Beratung durch geschulte Therapeuten, wie sie in vielen Schmerzambulanzen angeboten wird, kann bei der Bewältigung der seelischen Probleme eine wertvolle Hilfe sein.
Ohne Krankengymnastik geht es nicht
Eine Schmerztherapie für alle gibt es leider noch nicht. Und eine Behandlung, die auf einem einzigen Ansatz beruht, führt meist in eine Sackgasse. Es ist deshalb wichtig, neben Medikamenten auch das umfangreiche Angebot der Physiotherapie (Krankengymnastik) und der physikalischen Therapie zu nutzen. Wie bereits weiter vorne beschrieben, werden Osteoporosepatienten häufig von starken, chronischen Schmerzen geplagt. Vor allem Rückenschmerzen, die durch Verhärtung der überlasteten Muskulatur hervorgerufen werden. Doch auch Bänder, Sehnen, Gelenke und Nerven können betroffen sein. Welche Therapieverfahren im einzelnen eingesetzt werden, hängt deshalb vom Schmerztyp ab. Die wichtigsten Methoden sind im Folgenden aufgeführt:- Knochenschmerz: Bewegungsübungen im Schlingentisch, Brunkowsche Stemmübungen
- Bandschmerz: Haltungsschulung, Mobilisierung durch Maitland-Technik, Ganzkörper-Kräftigung
- Muskelschmerz: Korrektur der Fehlhaltung, Muskelaktivierung durch PNF, Isometrische Übungen lesen Sie weiter


