Verschiedene Hypnosen für Raucher

 
Verschiedene Hypnosen für Raucher

Klassische Hypnose


Klassische Hypnose ist symptom- und verhaltensorientiert. Das bedeutet: Der Klient möchte ein Verhalten ändern. Er geht zum klassischen Hypnosetherapeuten und sagt beispielsweise: "Ich möchte Nichtraucher werden." Den schlecht ausgebildeten klassischen Hypnotherapeuten wird es nicht interessieren, warum der Klient überhaupt raucht. Er wird den Klienten in Trance bringen, ihm in diesem Zustand einreden, dass er nicht mehr Lust haben wird zu rauchen, und ihn dann wieder aus der Trance heraus holen. Der etwas erfahrenere klassische Hypnotiseur wird zumindest versuchen herauszufinden, inwiefern das Rauchen für seinen Klienten eine Ersatz-Befriedigung darstellt. Dann wird er das Interventions-Skript genau an die Situation seines Klienten anpassen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die ganze Intervention sehr oberflächlich vonstatten geht. Ein Symptom soll weg, nicht mehr und nicht weniger, ganz ähnlich wie in der klassischen Schulmedizin.

Ericksonsche Hypnose

Die Hypnose-Methode des amerikanischen Psychiaters Milton Erickson (1901-1980) kann man meines Erachtens ebenfalls als "verhaltensorientiert" bezeichnen. Einzigartig an Erickson war jedoch die Tatsache, dass er sozusagen "alles, was hilft" therapeutisch verwendete. Das heißt, er baute die persönlichen Umstände des Klienten und die "Inputs" (z.B. Geräusche) der therapeutischen Umgebung in seine Interventionen mit ein. Der Fachbegriff dafür lautet "Utilisation". Weiter entwickelte Erickson eine "sanfte" Art zu suggerieren, die auch bei Menschen funktioniert, die sonst eher als hypnose-resistent gelten.

Wie sieht das nun in der Praxis aus?

Bleiben wir beim Beispiel des Rauchers. Erickson würde sich in der ersten Sitzung ein Bild machen vom Seelenleben dieses Menschen. Der Raucher sagt zum Beispiel, er hätte einfach zu wenig Disziplin, um mit dieser debilen Gewohnheit aufzuhören. Erickson ist überzeugt davon, dass JEDER Mensch ALLE Ressourcen zur Verfügung hat, die er braucht. Das heißt, er würde den Klienten dazu bringen, sich in einer Situation zu sehen, wo er tatsächlich diszipliniert gehandelt hat. Dann würde er diese Ressource geschickt mit dem Zustand des "Nichtrauchens" verknüpfen.




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