Verschiedene Nierenerkrankungen

Nebennierenerkrankungen
Die Nebennieren sitzen auf dem
Nierenoberpol. Sie produzieren verschiedene Hormone (z.B. Kortisol, Adrenalin, Aldosteron), welche für die Regulierung verschiedener Körperfunktionen (Fetthaushalt, Salz- und Wasserhaushalt, Blutdruck etc.) wichtig sind. In der Nebenniere können gutartige und bösartige Tumore auftreten. Dabei können diese Tumore bestimmte Hormone im Übermass produzieren, welche entsprechende Störungen von Körperfunktionen bewirken (
Bluthockdruck, Blutzuckerstörungen etc.) oder aber auch hormoninaktiv sein.
Therapie
Die operative Entfernung mittels laparoskopischer Technik ist meistens Therapie der Wahl.
Nierenbecken-Abgangs-Verengung
Wenn der Übergang des Nierenbeckens zum Harnleiter verengt ist, wird der Abfluss des Urins behindert. Dadurch können Nierensteine, Harnwegsinfekte, kolikartige Schmerzen und eine Erweiterung des
Nierenbeckens entstehen. Wenn der Abfluss über längere Zeit stark eingeschränkt ist, kann dies die Niere stark schädigen.
Ursache
Verengungen am Übergang des Nierenbeckens zum Harnleiter sind fast ausschliesslich angeboren. Der Zeitpunkt, an dem dadurch Beschwerden auftreten, ist aber sehr unterschiedlich und kann alle Altersklassen betreffen.
Therapie
Die verengte Stelle wird unter Vollnarkose operativ entfernt, Niere und Harnleiter neu miteinander vernäht. Dies kann offen, laparoskopisch oder endoskopisch bewerkstelligt werden.
Nierentumoren
Bösartige Nierentumoren können entweder vom
Nierengewebe selbst ausgehen oder gelegentlich in der Schleimhaut, welche das Nierenbecken auskleidet, entstehen. Diese Tumoren können lange Zeit unbemerkt wachsen. Bemerkbar werden sie durch sichtbare oder mikroskopische Blutungen (Blut im Urin). Oft werden sie zufälligerweise bei einer Ultraschalluntersuchung entdeckt. Unbehandelt wachsen sie weiter und können Ableger in Lymphknoten und andere Organe bilden.
Therapie
Wird der Tumor frühzeitig entdeckt, ist die vollständige
Entfernung der betroffenen Niere oder beim Nierenbeckentumor auch des Harnleiters die Therapie mit den besten Heilungsaussichten. Ist die zweite Niere normal funktionsfähig, wird sie die Funktion der entfernten Niere übernehmen. Bei sehr kleinen, örtlich begrenzten Tumoren ist es unter Umständen auch möglich, den
Tumor nierenerhaltend zu entfernen. Wichtig nach der Therapie sind regelmässige Nachkontrollen, damit rechtzeitig erkannt und gehandelt werden kann,
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