Verschiedene Verfahren der Lasertherapie
Von Fehlsichtigkeit spricht man, wenn die Brechkraft der Augen nicht an die Augenlänge angepasst oder unregelmäßig verteilt ist. Menschen mit Fehlsichtigkeit können ihre Umwelt nicht in scharfen Bildern wahrnehmen. Eine operative Korrektur mit Laserverfahren kann eine Alternative zu den Hilfsmitteln Brille oder Kontaktlinsen sein. Mit den Strahlen eines Excimer-Lasers wird die Hornhaut modelliert und die Brechkraft des Auges verändert. Unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich auf diese Weise eine Kurzsichtigkeit (Myopie) bis max. 10 Dioptrien korrigieren. Bei Weitsichtigkeit (Hyperopie) und der Stabsichtigkeit (Astigmatismus) ist dies in einem geringeren Bereich bis ca. 3 Dioptrien möglich. Die verschiedenen Methoden der sogenannten refraktiven Hornhautchirurgie unterscheiden sich dadurch, wie und in welcher Tiefe der Laser ansetzt:- PRK – Photorefraktive Keratektomie: Das älteste Laserverfahren zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten am Auge wird heute nur noch selten und dann vor allem bei Patienten mit eher geringen Brechkraftfehlern eingesetzt. Bei der PRK entfernt der Laser direkt die oberflächlichen (äußeren) Hundertstelmillimeter der Hornhautschicht. Dadurch liegt nach dem Eingriff die Hornhaut offen, was für einige Tage zu Schmerzen und einem langsameren Heilungsverlauf führt.
- LASIK - Laser in situ Keratomileusis: Die LASIK wird heute mit Abstand am häufigsten durchgeführt. Dabei wird zunächst die oberste Schicht der Hornhaut (Epithel) mit einem hobelartigen Messer (oder auch einem speziellen Laser) von der Hornhaut abgetrennt und wie ein Deckel weggeklappt. Anschließend wirkt der Laser auf tiefere Schichten ein. Das dünne Scheibchen wird wieder zurückgeklappt und saugt sich von selbst an den gelaserten Untergrund fest. Somit ist das empfindliche Hornhautgewebe geschützt. Schmerzen und Fremdkörpergefühl sind nach dem Eingriff in der Regel nur gering ausgeprägt.
- LASEK - Laser Epitheliale Keratomileusis:Dieses neuere Laserverfahren am Auge kombiniert die Vorteile von PRK und LASIK miteinander und kann bei Augen mit dünner Hornhaut zum Einsatz kommen. So entfernt der Laser nur eher oberflächlich gelegenes Gewebe, verursacht jedoch nur geringe Schmerzen, da ein dünnes Scheibchen wie bei der LASIK die Hornhaut schützt.


