Was ist Injektionstherapie?

 
Was ist Injektionstherapie?

Schwellkörper-Autoinjektionstherapie mit vasoaktiven Substanzen

Für Patienten ,welche auf die PDE 5 Hemmstoffe trotz Ausschöpfung aller genannten Optimierungsmöglichkeiten nicht reagieren kommt die Durchführung der sog. Schwellkörperinjektionstherapie in Frage, welche der Patient in der Urologischen Praxis einfach erlernen kann, um sie dann zuhause selbst anzuwenden.Die Möglichkeit, durch die Injektion einer vasoaktiven Substanz in die Schwellkörper eine Erektion hervorzurufen, welche nachfolgend den Geschlechtsverkehr erlaubt, gibt es seit 1984. Die früher angewandten Substanzen wie Papaverin und Papaverin/Phentolamin zeigen dabei häufiger Nebenwirkungen wie Priapismen (Dauererektionen) oder Schwellkörpervernarbungen (Fibrosen) ,weshalb sie überwiegend durch Alprostadil (PGE1) (Caverject® und Viridal®) abgelöst wurden.Bei diesem Medikament handelt es sich um eine körpereigene Substanz, die synthetisch hergestellt wird und mittlerweile für die Therapie von Erektionsstörungen als Caverject® der Firma Pharmacia & Upjohn bzw. Viridal® / Edex ™ der Firma Schwarz Pharma AG weltweit zugelassen und in Form von Zweikammer –Karpulen verfügbar ist.

Mittels einer ultradünnen, 27-30 gauge Nadel wird diese Substanz praktisch schmerzfrei seitlich in die Schwellkörper injiziert, woraufhin es innerhalb von 5 – 10 Minuten zu einer kompletten Gliedversteifung kommt (Abb. I, 17) Die Dauer der Gliedversteifung ist dabei von der verwendeten Dosis und der der Erektionsstörung zugrunde liegenden Ursache abhängig. Die Dosis sollte individuell so eingestellt werden, daß die Erektion nicht über 2 Stunden dauert.

Immerhin bekommen knapp 80% aller Männer mit Erektionsstörungen auf Alprostadil eine ausreichende Erektion. Große klinische Studien haben gezeigt, daß zuhause über 90 % der durchgeführten Injektionen erfolgreich waren (Porst,H.et al: Int J Impotence Res 10, 225-231, 1998, und Porst,H.: Review Article. The rationale for prostaglandin E1 in erectile failure: A survey of world-wide experience. J Urol 155,802-815,1996 ), d.h., dass der Koitus danach möglich war. In Langzeitstudien mit über 4 Jahres Follow-up kam es nur bei < 1 lesen Sie weiter




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