Was sind Harnsteine überhaupt?
Harnsteine können in der Niere (Kelchsteine, Nierenbeckensteine), im Harnleiter, der Blase oder in der Harnröhre vorkommen. Nach der chemischen Zusammensetzung unterscheidet man Kalziumoxalat-, Phosphat-, Harnsäure-, Zystin- und Xanthinsteine sowie Mischformen. Organische Steine - Kalziumoxalat Organische Steine - Harnsäure Anorgaische Steine - PhosphatBei der Entstehung können chemische, physikalische, bakteriologische, anatomische sowie stoffwechselbedingte Faktoren eine Rolle spielen. Durch die Steine wird der Harnfluß behindert, es kann zu Harnstau, chronischer Entzündung der Harnwege bis zur Blutvergiftung (Urosepsis) oder Nierenkoliken und Nierenschäden mit Bluthochdruck bis hin zum Verlust der Niere kommen. Harnsteine in der BlaseAls Symptome treten plötzlich krampfartige Schmerzen, welche von der Flanke ausgehen und entlang des Harnleiters in die Geschlechtsorgane und Innenseite der Oberschenkel ausstrahlen können, auf.
Häufig gehen Koliken mit Blähungen und Übelkeit einher. Tiefsitzende Steine können zu einem zwingenden Harndrang und Schmerzen in den Hoden führen. Fieber und Schüttelfrost deuten auf eine Infektion hin und erfordern das sofortige Einleiten einer Therapie (Urosepsis). in 25 % der Fälle findet sich auch Blut im Harn (meistens jedoch nur unter dem Mikroskop erkennbar). Die Diagnose erfolgt durch den Urologen, welcher den Harn analysiert und mittels Ultraschall Nieren und ableitende Harnwege auf eine Stauung und Steine untersucht und gegebenenfalls die Durchführung eines Nierenröntgens oder Computertomogramms veranlaßt.


