Welchen Einfluss hat die Magnesiumzufuhr auf das Dickdarmkrebsrisiko?

Einleitung:
Magnesium ist in der Natur sehr weit verbreitet. Viele Lebensmittel, wie z.B. Milch- und Milchprodukte, Geflügel, Fisch, Leber, viele Obst- und Gemüsesorten enthalten Magnesiumverbindungen, die für die einwandfreie Funktion des menschlichen Körpers notwendig sind. Das Mineral ist beispielsweise am Zusammenspiel von Muskel und Nerv an der Muskelkontraktion beteiligt.Seit vielen Jahren befassen sich Wissenschaftler aus der ganzen Welt mit dem Einfluss der Magnesiumaufnahme auf das Dickdarmkrebsrisiko. Im den folgenden Abschnitten sollen kurz die neuesten Ergebnisse zusammengefasst werden.
Methodik:
Unter der Leitung einer schwedischen Forschergruppe wurde eine große prospektive Studie an etwa 35.196 Frauen im Alter von 55-69 Jahren durchgeführt. Zu Beginn der Untersuchungen wiesen alle Teilnehmerinnen der Studie noch keine Anzeichen für eine Krebserkrankung auf. Zusätzlich wurde bei allen Frauen die durchschnittliche Aufnahme an Magnesium und anderen Nährstoffen durch ein Ernährungsprotokoll bestimmt.Bis zum Jahr 2002 wurden die beteiligten Frauen in regelmäßigen Abständen von Fachärzten untersucht, und bis zu diesem Zeitpunkt wurde bei circa 1.112 Teilnehmerinnen Dickdarmkrebs diagnostiziert.
Ergebnis:
Auf Grund dieser Studie konnte eine negative Beziehung zwischen dem Risiko für Dickdarmkrebs und der täglichen Magnesiumaufnahme festgestellt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass eine relativ hohe Aufnahme an Magnesium zu einer 20%igen Reduzierung der Krebsrate führen kann. Die Reduktion des Risikos kann allerdings nicht auf den Dünndarm übertragen werden, sondern betrifft nur das Auftreten einer Krebserkrankung im Dickdarm.Diskussion:
Die aktuellen Untersuchungen bestätigen die bereits in der Vergangenheit erbrachten Ergebnisse. Dennoch sollten keine neue Empfehlungen bezüglich einer höheren Magnesiumaufnahme festgelegt werden, da bis heute nicht eindeutig sichergestellt werden kann, ob die identifizierten positiven Effekte allein von der erhöhten Magnesiumaufnahme hervorgerufen werden.Es wird diskutiert, dass eine Verminderung des Erkrankungsrisikos auch durch andere Inhaltsstoffe ausgelöst werden kann, die zusätzlich in magnesiumreichen Lebensmittel enthalten sind. Zusätzlich ist von einer Einnahme von Magnesiumpräperaten abzuraten, da hochkonzentrierte Dosen zum einen nicht vollständig vom Körper aufgenommen werden können, und zum anderen zu einer verminderten Aufnahme von anderen essentiellen Nährstoffen, wie z.B. Calcium führen kann.


