Wer ist besonders von einem Herzinfarkt bedroht?

Die Antwort lautet: Jeder Patient, der an einer Arteriesklerose leidet. Dies bedeutet dass jeder Mensch, der sogenannte Risikofaktoren für die Entstehung einer
Arterienverkalkung besitzt, auch Anwärter mit erhöhten Chancen auf einen Herzinfarkt ist. Frauen haben in der Regel erst nach der Menopause (Östrogenschutz fällt weg) ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt, außer sie nehmen die Pille und sind Raucherinnen. Dann sind sie auch bereits vor der
Menopause gefährdet.
Patienten mit Risikofaktor 'Zuckerkrankheit' (Diabetes mellitus)
Erhöhte Blutzuckerwerte, insbesondere die gefürchteten Blutzuckerspitzen nach Mahlzeiten mit hohem Zuckergehalt sind pures Gift für die Gefäßwände. Vor allem die
Herzkranzgefäße leiden. Dies wird unter anderem durch die traurige Tatsache belegt, dass die häufigste Todesursache bei Diabetikern der Herzinfarkt ist.
Patienten mit Risikofaktor 'familiäre Belastung'
Ist bekannt, dass bei Ihnen Familienmitglieder (z.B. Eltern, Großeltern), einen Herzinfarkt oder Schlaganfall elitten haben oder an der
Schaufensterkrankheit (schmerzhafte Beschwerden beim Laufen) leiden, ist Ihr Risiko für einen Herzinfarkt deutlich erhöht (ca. 5-10 mal höher).
Patienten mit Risikofaktor 'Fettstoffwechselstörungen'
Erhöhte Cholesterinwerte (LDL-Cholesterin und Triglyceride) beeinträchtigen die Gesundheit Ihrer Gefäße enorm. Sie führen zu den gefürchteten Fetteinlagerungen in die Gefäßwand, die wiederum akute Gefäßverschlüsse der Herzkranzarterien verursachen können.
Patienten mit Risikofaktor 'Bluthochdruck'
Bluthochdruck schadet gleich zweifach: Die
Gefäßwände der Arterien werden ständig überbelastet, dadurch unelastisch und verkalken leicht. Zusätzlich muss das Herz gegen diesen hohen Blutdruck eine erhöhte Pumpleistung erbringen, um das sauerstoffreiche Blut in alle Körperregionen transportieren zu können. Hierfür benötigt es mehr Sauerstoff, den die
arteriosklerotisch veränderten Herzkranzgefäße aber kaum in genügender Menge (vor allem bei Belastung) herbeischaffen können... Das hält auf Dauer kein Herz aus!
Patienten mit Risikofaktor Schaufensterkrankheit oder Schlaganfall
Liegen schmerzhafte Veränderungen der
Beinarterien vor (Schaufensterkrankheit = Claudicatio intermittens) oder hat man bereits einmal einen Schlaganfall erlitten, kann meist davon ausgegangen werden, dass auch die Herzkranzgefäße arteriosklerotisch verändert sind. Somit ist das Risiko für einen Herzinfarkt ebenfalls
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