Wer leidet unter Migräne?
Wie viele Menschen innerhalb bestimmter Zeiträume an einer Krankheit leiden, wodurch sich die Betroffenen auszeichnen (z.B. Altersgruppe, Raucher oder nicht) und welche sozialen Folgen die Erkrankung hat – all dies und vieles Weitere heraus zu finden, ist Sache einer medizinischen Disziplin, die sich Epidemiologie nennt. Doch in Deutschland ist diese Disziplin sehr vernachläsigt worden.Erst im Jahre 1993 wurde eine repräsentative deutsche Studie zum Auftreten von Kopfschmerzerkrankungen durchgeführt. Diese Untersuchung basiert auf den Angaben einer Gruppe von 5.000 repräsentativ ausgewählten Erwachsenen und umfasst auch Daten zu Geschlecht, Altersgruppe, Schulbildung, Ortsgröße und Region. Alle im Folgenden genannten Fakten entstammen dieser Studie oder – etwa im Falle des Auftretens der Migräne bei Kindern – repräsentativen Untersuchungen aus anderen Ländern. Soviel sei vorweg verraten: Schulbildung, Größe des Wohnortes und Bundesland spielen keine Rolle beim Auftreten der Migräne. Wohl aber Alter und Geschlecht.
Immer mehr Kinder leiden unter Migräne
Laut einer skandinavischen Studie vom Anfang der sechziger Jahre sind von den 7- bis 9jährigen Kindern 2,5 Prozent von Migräne betroffen, in der Altersgruppe 10 bis 12 bereits 4,6 Prozent und von den 13- bis 15jährigen ganze 5,3 Prozent – also etwa jedes zwanzigste Kind. Auch wenn die Studie mittlerweile 40 Jahre her ist, so wurden ihre Ergebnisse von neueren Untersuchungen im Wesentlichen bestätigt.Besonders zu denken gibt eine finnische Studie aus dem Jahre 1974, die mit der selben Zielrichtung im Jahre 1992 wiederholt wurde. Danach litten im Jahre 1974 „nur“ 1,9 Prozent der 7jährigen Jungen und 2 Prozent der gleichaltrigen Mädchen unter Migräne. Bei der Wiederholung 18 Jahre später waren es bereits 6,3 Prozent der Jungen und 5 Prozent der Mädchen. Für das Auftreten von lesen Sie weiter


