Wie wird das Knochenmark entnommen?

 
Wie wird das Knochenmark entnommen?Der Spender wird einige Wochen vor der Spende gründlich untersucht, um seinen guten gesundheitlichen Zustand sicherzustellen. Dies dient dazu den Eingriff für den Spender möglichst risikolos zu machen. Etwa zwei Wochen vor der Spende wird ihm Blut für eine Eigenblutkonserve entnommen, um damit den auftretenden Blutverlust während der Knochenmarkentnahme auszugleichen. In der Regel wird der Spender einen Tag vor dem Eingriff in das Krankenhaus aufgenommen. Das Knochenmark wird unter Vollnarkose durch Punktion mit einer Hohlnadel aus dem Beckenknochen (Beckenkamm) gewonnen. Im allgemeinen genügen dazu zwei kleine Schnitte oder Einstiche in die Haut im Bereich des Beckenknochens. Diese kleinen Schnitte werden nach der Entnahme mit wenigen Stichen genäht. Der gesamte Eingriff dauert etwa 1 Stunde. Es wird dabei höchstens 1,5 Liter Knochenmark-Blutgemisch entnommen, was einem geringen Anteil des gesamten Körperknochenmarks entspricht. Das entnommene Knochenmark wird vom Körper schon nach ca. 2 Wochen wieder ersetzt. Wegen der möglichen Narkose-Nachwirkungen und zur Versorgung der Entnahmestelle, bleiben die Spender gewöhnlich bis zum auf den Eingriff folgenden Tag im Krankenhaus und werden dann in der Regel nach Hause entlassen.

Eine neuere ambulant durchführbare Methode der Stammzellgewinnung ist die Separation aus dem Blutkreislauf, die auf Wunsch des Spenders erfolgen kann. Dabei werden Blutstammzellen des Spenders nach Mobilisierung durch ein Stammzell-Hormon (G-CSF) in einem Zellseparator gesammelt. Dieser Vorgang ist dem einer Blutplättchen-Spende sehr ähnlich, dauert etwa vier Stunden und wird an 2-3 Tagen durchgeführt.

Gibt es Risiken für den Spender?

Es darf nicht verschwiegen werden, dass nicht jegliches Risiko für den Spender ganz ausgeschlossen werden kann.

Da die Entnahme des Knochenmarks unter Vollnarkose geschieht, besteht das übliche Narkoserisiko. Da zwei kleine Schnitte oder Einstiche gemacht werden, um das Knochenmark zu entnehmen, gibt es die Möglichkeit von Infektionen. Nach dem Eingriff können Übelkeit aufgrund der Narkose und Wundschmerzen auftreten.

Der Spender ist für die Knochenmarktransplantation versichert und es werden ihm alle entstehenden Unkosten, wie z.B. Verdienstausfall und Reisekosten, von der Krankenkasse des Patienten erstattet. Eine Vergütung für die freiwillige Knochenmarkspende selbst wird nicht gewährt.




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