Aktuelles zum Thema Rauchen

Rauchen und Schwangerschaft
Frauen von Tabak-Konsumenten werden auch durch künstliche Befruchtung seltener schwanger als Partnerinnen von Nichtrauchern. Dies haben Wissenschaftler der Universitätsklinik in Münster festgestellt. Sie untersuchten 301 Paare, von denen 139 Männer Raucher waren. Nur etwa ein Fünftel der Partnerinnen von Rauchern sei durch eine künstliche Befruchtung - mit Insemination oder Reagenzglas-Methode - (IVF) schwanger geworden. Bei den Frauen von Nichtrauchern betrug die Quote rund ein Drittel.Umfrage: Weniger Stress bei Ex-Raucher
Rauchen schadet nicht nur der körperlichen Gesundheit: Tabakabhängigkeit wirkt sich auch psychisch aus. Dies ist das Ergebnis einer US-Umfrage unter gut 3.000 Rauchern und Nichtrauchern an der Arizona State University (Arizona) und der Indiana University (Indianapolis). Ex-Raucher meinten, weniger unter Stress zu leiden, seit sie nicht mehr zur Zigarette griffen.Viele Raucher glauben, sie bräuchten den Tabak, um ihre Unruhe zu bezwingen. Doch dies konnten die ehemaligen Raucher nicht bestätigen. Ihre Stimmung hätte sich durch die Entwöhnung nicht verschlechtert: Sie fühlten sich weder depressiv noch nervös. Die Ex-Konsumenten schätzten die schädliche Wirkung des Rauchens zudem höher ein als Raucher, die nach einer Phase der Abstinenz wieder rückfällig geworden waren, heißt es in der Fachzeitschrift Health Psychology. (BSMO)
WHO: Zahl der Tabak-Toten verdoppelt sich
Weltweit sterben an den Folgen des Tabakkonsums stündlich 560 Menschen, 13.400 pro Tag und 4,9 Millionen pro Jahr. Das geht aus dem neuen Tabak-Atlas hervor, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen mit den Centers for Disease Control and Prevention in Atlanta herausgebracht hat. Der Tabak-Atlas stellt alle weltweit verfügbaren Daten zum Tabak-Konsum und den damit assoziierten Krankheiten und Todesfällen dar.Ohne drastische Gegenmaßnahmen werde sich die Zahl der Tabak-Toten bis zum Jahr 2020 auf 8,4 Millionen pro Jahr fast verdoppeln, sagt die WHO-Generaldirektorin Brundtland. Von den jungen Rauchern werde jeder zweite an Krankheiten sterben, die aufs Rauchen zurückzuführen seien. Bei 70% der prognostizierten Toten handele es sich um Frauen und Männer in Entwicklungsländern.


