und die damit einhergehende sexuelle Entwicklung führen bereits bei einem normal verlaufenden Entwicklungsprozess zu erheblichen gefühlsmäßigen Spannungen und einem inneren Aufruhr. Die meisten Jugendlichen versuchen sich durch einen verstärkten Anschluss an Gleichaltrige zu finden und seelisch zu stabilisieren. Einen hohen Stellenwert nimmt dabei der berufliche Werdegang ein.
  • Kampf gegen die Abhängigkeit durch die Behandlung und das Spital Die Diagnose Krebs bedeutet für den Jugendlichen den Beginn einer Serie von schmerzhaften Einschränkungen und Behinderungen. Aufgrund der medizinischen Behandlung ist der Abnabelungsprozess unterbrochen, und der Jugendliche muss sich gegenläufig zu seiner Entwicklungsphase wieder verstärkt in Abhängigkeit begeben. Viele Jugendliche erleben deshalb die Regeln und Vorschriften, die sich aus dem Ablauf der Behandlung ergeben, als Entmündigung und reagieren mit Auflehnung und Rebellion gegen Eltern, Ärzte und Pflegepersonal bzw. gegen die Behandlungsmaßnahmen insgesamt. Andere Jugendliche hingegen ziehen sich von ihrer Umgebung stark zurück, reagieren mit großer Passivität, begeben sich in eine nicht altersentsprechende, neuerliche starke Abhängigkeit von den Eltern und verzichten auf fast jegliches Autonomiestreben. Es ist daher äußerst wichtig, dass die jugendlichen Patienten als eigenständige Menschen betrachtet und behandelt werden. Man sollte mit ihnen direkt über alle Probleme der Behandlung und der Krankheit sprechen, damit sie sich ernst genommen fühlen und bei der Behandlung aktiv mitarbeiten. Sie brauchen besonders viel Geduld, Offenheit und ehrliche Zuwendung. Jugendliche sind sich immer im Klaren, was die Diagnose Krebs bedeutet und reagieren sehr sensibel, wenn sie sich im Zuge der medizinischen Aufklärung missachtet fühlen. Dies führt in seltenen Fällen auch zum frühzeitigen Abbruch der medizinischen Behandlung ihrerseits, obwohl gute Heilungschancen bestanden hätten. Sowohl die Angehörigen als auch das Behandlungsteam sollten deshalb den Jugendlichen als gleichberechtigten Partner in den Mittelpunkt der Gesprächsführung stellen.
  • (übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.kinderkrebshilfe.at)




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