Alterstypische Vorstellungen vom Tod bei Kindern

 
Alterstypische Vorstellungen vom Tod bei KindernDas Thema Tod ist im Rahmen der normalen Entwicklung für das Kind etwas, das immer wieder mehr oder weniger stark in den Vordergrund rückt. Die Einstellung zum eigenen Tod und zum Tod der anderen ist etwas, was genauso den Gesetzen der Entwicklung unterliegt und gewisse alterstypische charakteristische Merkmale aufweist. Bedingt durch die Diagnose und der damit reflexhaft hergestellten gedanklichen Verbindung zum möglichen Ableben, muss das Kind sich stärker – nicht dem jeweiligen Entwicklungsalter entsprechend - mit diesen Vorstellungen beschäftigen. Zum besseren Verständnis, wie Kinder die Diagnose Krebs erleben können, werden im folgenden ein paar entwicklungspsychologische Aspekte dargelegt:

Kleinkinder und Vorschulkinder

Was ein Kind mit dem Thema Tod assoziiert, hängt stark - wie gesagt - vom Alter ab. Kinder etwa bis zum 6. Lebensjahr betrachten den Tod als eine Art Trennung, der hauptsächlich den anderen treffen kann. Für sie bedeutet der Tod – zum Beispiel eines Angehörigen – ein "Fortsein", welches auch wieder aufgehoben werden kann. Das Kind ist vorwiegend traurig darüber, dass der andere abwesend ist, tröstet sich aber damit, dass er ja irgendwann wieder kommen wird. Der eigene Tod ist noch nicht wirklich vorstellbar und wird – wenn überhaupt - vorwiegend auf der Ebene eines tiefen Schlafes angesiedelt.

Schulkinder

Im Zuge der normalen Entwicklung und der damit verbundenen Reife erkennt das Kind langsam, ungefähr im Alter von 6 bis 10 Jahren, dass der Tod etwas Endgültiges ist und nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Die Vorstellung vom Tod ist daher etwas äußerst Angsterregendes. Der Tod wird als etwas begriffen, das alle – einen selber genauso wie andere Personen - treffen kann. Als Erklärung für den Tod ziehen die Kinder noch immer die Recht mäßigkeit ihres eigenen Handels heran; d. h., sie erleben den Tod als eine Art Bestrafung für etwas Verbotenes. Es bildet sich in diesem Altersbereich langsam die Erkenntnis heraus, dass es einen Unterschied gibt zwischen der Sterblichkeit des Körpers und der Seele
bzw. des Geistes. In diesem Begreifen des Unterschiedes liegt für lesen Sie weiter




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