Autologe Stammzellreinfusion

 
Autologe StammzellreinfusionDie autologe Stammzellreinfusion, auch als autologe Knochenmark- bzw. Stammzelltransplantation bezeichnet, stellt heute ein Behandlungsverfahren dar, das vorwiegend bei Patienten mit weit fortgeschrittenen oder rezidivierten soliden Tumoren eingesetzt wird. Dabei werden Patienten unter der üblichen Chemotherapie (meistens nach 2 - 3 Behandlungskursen) - nach Behandlung mit G-CSF (Granulozyten-stimulierendem Faktor) - mittels Blutwäsche Stammzellen entzogen, die dann tiefgefroren aufbewahrt bleiben. Ähnlich wie bei der allogenen Transplantation wird der Patient mit hochdosierter Chemotherapie behandelt, die bis etwa 20x intensiver als die übliche Chemotherapie ist. Durch diese Behandlung wird das Knochenmark des Patienten so stark geschwächt, dass es nur mit Hilfe der eigenen - zuvor gewonnenen - Stammzellen wieder in die Lage versetzt wird, seine ursprüngliche Funktion - nämlich die Produktion von Blutzellen - zu übernehmen. Die Stammzellen werden wie bei der allogenen Transplantation über eine Vene in den Körper infundiert. Durch diese Therapieform werden auch auf konventionelle Chemotherapie bereits resistente Tumorzellen attackiert. Die Phase der Knochenmarksaplasie ist bei der autologen Reinfusionstherapie etwas kürzer als bei der  llogenenStammzelltransplantation, es muß mit einer Aplasiedauer (Granulozyten < 500/mm3) von ungefähr einer Woche gerechnet werden. Bis auf die Graft versus Host Erkrankung, die bei der autologen (eigenen) Stammzellreinfusion nicht zu erwarten ist, können bei der autologen Reinfusionsbehandlung prinzipiell die gleichen Komplikationen wie bei der allogenen Stammzelltransplantation beobachtet werden, wenngleich diese doch seltener auftreten. Die autologe Reinfusionstherapie kommt heute vorwiegend bei primär weit fortgeschrittenen, therapieresistenten oder  ückfälligen Neuroblastomen, Ewing-Tumoren, Weichteilsarkomen, Wilms- Tumoren, Lebertumoren und Hirntumoren einmal oder mehrmals am Ende der Behandlung zum Einsatz. Selten gibt es auch die Indikation, dass Patienten mit Lymphomen und akuten Leukämien in speziellen Situationen einer autologen Reinfusionstherapie zugeführt
werden.




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