- in Deutschland rauchte im Jahr 2003 fast jeder dritte Erwachsene. Rauchen beeinträchtigt nicht nur das Immunsystem und die gesundheitsbezogene Lebensqualität, Rauchen kann zu Herzinfarkt, Schlaganfall, Arteriosklerose, Hypertonie, Lungenentzündung, chronischer Bronchitis sowie bösartigen Tumoren führen. Rauchen ist die bedeutendste einzelne Todes- und Erkrankungsursache. Tabakentwöhnung hingegen ist mit einer erheblichen Verbesserung des Gesundheitszustands verbunden.

Häufig wird die Sorge vor dem Zunehmen als ein Grund genannt, nicht mit dem Rauchen aufzuhören bzw. nach dem Aufhören wieder mit dem Rauchen anzufangen. In der Tat haben zahlreiche Studien gezeigt, dass Rauchverzicht zu einer Gewichtszunahme führen kann. Dafür gibt es u. a. folgende Gründe: Raucher haben einen höheren Energieverbrauch, da Nikotin die Verbrennung ankurbelt. Folglich ist nach einer Nikotinentwöhnung der Energieumsatz des Körpers gedrosselt. Nikotin scheint auch einen direkten Effekt auf das Fettgewebe zu haben, so dass sich bei Nikotinentwöhnung und gleich bleibender Energiezufuhr leichter Körperfett ansammeln kann. Verhängnisvoll kommt hinzu, dass nach Nikotinentwöhnung der Appetit, insbesondere auf Süßes, gesteigert sein kann und mehr gegessen wird.

Hat ein Raucher nur die Wahl zwischen den Gesundheitsrisiken des Rauchens oder denen einer Gewichtszunahme? Nein! Möglicherweise kann das Körpergewicht nach dem Rauchverzicht schnell ansteigen - in aller Regel pendelt es sich jedoch wieder auf einem niedrigeren Stand ein. Weitere Untersuchungen haben gezeigt, dass Rauchverzicht im Durchschnitt auch nur zu einer relativ geringen Gewichtszunahme führen kann.
Quelle: DGE-aktuell 08/2006 vom 30.05.2006 - Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:www.meine-gesundheit.de)




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