Diagnose und mögliche Warnzeichen für Leukämie
Erkrankt ein Kind an Leukämie, verändert sich sein Blut in charakteristischer Weise: Die Zahl der roten Blutkörperchen nimmt ab (Blutarmut – Anämie). Der Körper und seine Organe können nicht mehr hinreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Weiter führt der Mangel an funktionstüchtigen weißen Blutkörperchen dazu, dass es im Blut nicht mehr genügend Zellen gibt, die eindringende Bakterien bekämpfen können. Die verminderte Zahl der Blutplättchen schließlich führt dazu, dass das leukämiekranke Kind zu Blutungen und Blutergüssen neigt. Diese einschneidenden Veränderungen im Organismus machen sich nach außen hin durch eine Reihe charakteristischer Warnzeichen bemerkbar. Hierzu gehören:- Fieber ohne ersichtlichen Grund Blässe und Durchsichtigkeit des Kindes
- Schwer zu stillende Blutungen wie Nasen-, Zahnfleisch- und Hautbluten Blaue Flecken schon bei geringen äußeren Einwirkungen
- Wechselnde Knochen- und Gelenksschmerzen Müdigkeit und ungewohnte Lustlosigkeit
- Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit
- Schwellungen der Lymphknoten
Diagnose von Leukämien
Ob ein Kind an Leukämie erkrankt ist, kann mit Sicherheit nur durch eine umfassende Blut- und eine ergänzende Knochenmarkuntersuchung geklärt werden. Wichtig ist es, dabei festzustellen, welche Untergruppe der weißen Blutkörperchen sich bösartig verändert hat (lymphoblastisch oder myeloblastisch). Denn danach richtet sich die Behandlung. Aufschluß hierüber gibt im Normalfall bereits der Blick durchs Mikroskop. Zusätzliche Labortests (Immunologie,Chromosomenuntersuchung und Molekulargenetik) gestatten heute eine außerordentlich differenzierte Diagnose. Ebenfalls entscheidend für die Behandlung ist es, zu wissen, ob außerhalb des Knochenmarks auch andere Organe - wie etwa das
zentrale Nervensystem oder der mittlere Brustraum - von den Leukämiezellen befallen sind. Hierüber geben Röntgenuntersuchungen sowie Knochenmark- und Lumbalpunktionen (Flüssigkeitsentnahme aus dem Rückenmarkkanal) Aufschluss.


