durch die plötzliche Entstehung besonderer hochmolekularer Eiweißsubstanzen im Blut, die zur Verknüpfung der Erythrozyten in der beschriebenen Form führen. In schwerer Form kann die Folge eine Strömungsbehinderung des Blutes sein, bis hin zur möglichen Verstopfung kleiner Blutgefässe (sog. Fahraeus Pseudothromben) mit entsprechenden gesundheitlichen Folgen.

Dieses in der Medizin als „Blutschlamm“ (engl. ‘blood sludge’) bezeichnete vorübergehende Phänomen ist von schweren Schockzuständen her bekannt, z.B. nach Verbrennungen, kann in leichterer Form aber auch schon durch zu geringe Flüssigkeitsaufnahme in den Körper oder bei bestimmten Stoffwechselerkrankungen auftreten. In leichtem Ausmaß muß die Geldrollenbildung jedoch zu den normalen Eigenschaften von gesundem Blut gezählt werden. Sie spielt im Körper offenbar auch eine Rolle bei der Feinregulierung der Zähflüssigkeit (Viskosität) des Blutes, die sich normalerweise ständig in geringem Maße ändert. Dies ist nur mit aufwendigen Methoden nachweisbar (s.u.). Außerdem wird die Paarbildung von Erythrozyten und die nachfolgende Geldrollenbildung als erste Schritte beim Ablauf der normalen Blutgerinnung angesehen, die bei Menschen mit gesundem Blut außerhalb des Körpers immer mit intraindividueller Verzögerung einsetzt, wenn sie nicht durch Gerinnungshemmer unterdrückt wird. Schließlich bilden sich aus den aneinander hängenden Blutkörperchen räumliche Gebilde, die der Körper normalerweise als Pfropfen zum Wundverschluß braucht. Bei Blutkonserven wird die Fähigkeit zur Geldrollenbildung sogar als Gütekriterium herangezogen (Rehse et al., 1990).

Bei der Blutgruppenbestimmung mit älteren Methoden ist die Geldrollenbildung als Artefaktmöglichkeit (Möglichkeit einer Fehlbestimmung durch falsch positive Gerinnungsergebnisse) bekannt.  Nichts Besonderes also, wenn sich rote Blutkörperchen wie Geldrollen aneinander legen?In der Naturheilkunde wird der Untersuchung eines frisch entnommenen Tropfens Blut, speziell mit dem Dunkelfeldmikroskop, große Bedeutung bei der Diagnose verschiedenster Beschwerden oder physiologischer Ungleichgewichte beigemessen. Die Untersuchungsmethode stellt dort eine eigene Fachrichtung dar, die in der Schulmedizin in dieser Art nicht praktiziert wird. So sollen sogar fundierte Aussagen über die Gesamtsituation des Körpers möglich sein.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.ralf-woelfle.de)




Infoflasche die meist komplette Informationsquelle! Helfen Sie uns Infoflasche zu ergänzen und promoten Sie gleichzeitig ihre Site. Haben Sie noch interessante Informationen? Machen Sie sich infoflasche Partner!