Heller Hautkrebs
Die ersten Anzeichen für einen möglichen Hautkrebs sind Veränderungen der Haut. Der helle Hautkrebs tritt vor allem an den so genannten Sonnenterrassen auf. Das sind die Körperstellen die immer stark der Sonne ausgesetzt sind wie Stirn, Nasenrücken, Ohren, Lippen, Kinn, Schultern, Rücken, Brust, Gesäß und Fußrücken.Der Basalzellkrebs ist die häufigste Hautkrebsform. Besonders tückisch: Basaliome wachsen oft über Jahre, ohne Beschwerden zu verursachen. Im Anfangsstadium sieht dieser Tumor wie ein kleines, hartes Knötchen mit glänzender Oberfläche aus. Ähnlich einem Hubbel oder Pickel. Später verkrustet die Oberfläche und beginnt zu bluten. Bei oberflächlichen Frühstadien kann eine Vereisungsbehandlung den Tumor bekämpfen. Dabei wird die betroffene Hautstelle einige Sekunden mit flüssigem Stickstoff behandelt. Eine Bestrahlungstherapie ist beim Basalzellkrebs ebenfalls möglich. Bei dieser so genannten photodynamischen Therapie (PDT) wird ein spezieller Wirkstoff auf den Tumor aufgetragen und das betroffene Gebiet mit intensivem Rotlicht bestrahlt. So sterben die entarteten Zellen ab. Seit Juli 2004 ist die Behandlung mit so genannten Immunmodulatoren für das oberflächliche Basaliom zugelassen. Dabei wird eine Substanz (Imiquimod) als Creme über mehrere Wochen vom Patienten selbst aufgetragen. Imiquimod aktiviert lokal das körpereigene Immunsystem der Haut, das dann die Tumorzellen gezielt angreift und so den Hautkrebs zum narbenfreien Abheilen bringt.Bei fortgeschrittenen oder tiefereichenden Basalzellkarzinomen ist dagegen in der Regel eine operative Entfernung erforderlich.
Der Stachelzellkrebs ist der zweithäufigste bösartige Hauttumor in Mitteleuropa. Als erste Tumorstufe entwickeln sich die aktinischen Keratosen. Das sind Verhornungsstörungen der lichtgeschädigten Haut. Im Anfangsstadium zeigt sich die so genannte Lichtschwiele als wenige Zentimeter große Rötung mit rauer Oberfläche. Im späteren Stadium nimmt die Verdickung der Hornschicht zu. Es bilden sich dicke, zum Teil gelblich-braune Hornablagerungen. Die aktinischen Keratosen können mit der Kältetherapie, also mit flüssigem Stickstoff, einer Lasertherapie, einer verätzenden Säure oder operativ behandelt werden. Außerdem gibt es eine neue Cremetherapie. Die Creme "Solaraze" unterbricht die Gefäße und damit die Blutversorgung zum Tumor und hungert ihn praktisch aus. Wird die aktinische Keratose nicht behandelt, entwickelt sich über kurz oder lang ein Stachelzellkrebs. Das Aussehen des Stachzellkarzinoms ist verschieden. In der Regel tritt der Krebs als verhornender, nicht heilender und langsam wachsender, derber Knoten auf, der später oft mit Krusten bedeckt ist. Die Standarttherapie beim Spinaliom ist die Operation, also das Entfernen des Krebses. Im fortgeschrittenen Stadium können auch Stachzellkarzinome Metastasen bilden.
Krebsvorbeugung: Der richtige Umgang mit der Sonne
Gerade wenn nach den trüben Wintertagen die Sonne endlich wieder mit voller Kraft vom Himmel scheint, sind alle Warnungen vor ihren negativen Folgen vergessen. Denn beim Sonnenbaden werden die Wohlfühlhormone Serotonin und Melatonin ausgeschüttet. Doch ein Zuviel an Sonne kann der Haut erheblichen Schaden zufügen. Besonders gefährdet sind helle Hauttypen. Deshalb empfehlen Experten, die Sonne in der Mittagszeit von 11 bis 15 Uhr zu meiden. Außerdem sollte man sich mit spezieller UV-Kleidung schützen. Verschiedene Hersteller bieten Hosen, T-Shirts, Jacken, Kappen und Sonnenhüte mit hohen Lichtschutzfaktoren an. Normale Textilien sind leider kein ebenbürtiger Ersatz, da das UV-Licht sie durchdringt. Besonders die im Sommer so beliebte weiße und helle Kleidung bietet nur wenig UV-Schutz. Dunkle, festgewebte Materialien halten schon etwas mehr der schädlichen Strahlung ab. Doch auch sie sind mit UV-Schutzkleidung nicht zu vergleichen. Vor allem Kinder sollten in der Sonne immer UV-Schutzkleidung tragen. Für Babys ist direkte Sonne gänzlich tabu.Daneben gilt natürlich die Devise: cremen, cremen, cremen. Das Angebot an Sonnenschutzmitteln ist riesig, und so hat der Verbraucher die Wahl lesen Sie weiter


