Alterst Du noch oder lebst Du schon?

 
Alterst Du noch oder lebst Du schon?

Institut Danone Ernährung für Gesundheit: Gesundes Altern ist eine Frage des Lebensstils

Nürnberg, den 25. Juli 2006. "Wir haben kein Todesgen" stellt Professor Cornel Sieber vom Institut für Biomedizin des Alterns in Nürnberg gleich zu Anfang seines Vortrags fest. "Das heisst auch, dass wir kein festgelegtes genetisches Programm für das Altern haben und durch unseren Lebensstil maßgeblich die Prozesse des Alterns beeinflussen können", so seine Erkenntnis. Angesichts der Tatsache, dass die Menschen in Deutschland immer älter werden und gleichzeitig die Jüngeren immer weniger, ist das Altern in Gesundheit ein ständig präsentes Thema. Aber wie erreicht man ein hohes Alter und bleibt trotzdem noch selbständig und fit im Alltag? Auf dem 8. Journalistenworkshop des Instituts Danone Ernährung für Gesundheit e.V. (IDE), in Kooperation mit dem Institut für Biomedizin des Alterns der Universität Erlangen/Nürnberg im Nürnberger Kommunikationsmuseum, diskutierten Wissenschaftler und Experten mit Journalisten über Konzepte der gesunden Ernährung und des gesunden Alterns.

Erfolgsrezept gesunde Ernährung

Überall auf der Welt kann man die gleichen generellen Risikofaktoren für erhöhte Sterblichkeit identifizieren: hoher Blutdruck, Übergewicht, Rauchen, hohe Cholesterinwerte, niedriger Obst- und Gemüseverzehr, körperliche Inaktivität und Alkoholkonsum. Ein gezielt abgestimmter Ernährungsplan wirkt diesen Faktoren entgegen. Die Ernährung muss vor allem vielseitig sein, um unseren Körper vor den unschönen Begleiterscheinungen des Älterwerdens länger zu schützen. Als bewährt gilt die Mediterrane Diät mit viel Obst, Gemüse, Brot, Fisch und Oliven- oder Rapsöl. Omega-3-Fettsäuren, sowohl aus pflanzlichen als auch aus Fischölen, helfen, den Alternsprozess herauszuzögern. Nach neueren Erkenntnissen ist Rapsöl sogar noch besser als Olivenöl, denn es enthält einfach ungesättigte, sehr stabile Fettsäuren, die nur schwer oxidiert werden können. Bestimmte Vitamine spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr freier Sauerstoffradikale und verhindern die zur Arteriosklerose führende Reaktion des LDL-Cholesterins mit Sauerstoff: Vitamin E zum Beispiel schützt Fettsäuren vor Kettenbrüchen, wird dabei selbst zum Radikal und durch Vitamin C im Blut regeneriert. Dass die Mediterrane Diät das Herz schützt, belegt die "Lyon Heart Studie"*. Sie verschrieb 300 Patienten nach einem ersten Herzinfarkt die Mediterrane Diät. Die Ergebnisse waren sogar besser als bei anderen Methoden wie Medikamentengabe, Vitamin-E-Supplemente und Fischölkapseln. Andere Studien wie das "Hale"-Projekt* konnten vier Faktoren identifizieren, die das Altern aufhalten und den Tod herauszögern: Mediterrane Ernährung, moderater Alkoholkonsum, Nichtrauchen und nicht zuletzt körperliche Aktivität.

Bewegung für die Muskeln: Use it or loose it

Mit dem Altern verlieren wir vor allem eins - Muskelmasse. Der schleichende Verlust beginnt schon ab einem Alter von etwa 30 Jahren und jenseits der 60 geht es steil bergab. Um diesen Prozess aufzuhalten und die Knochenstabilität zu fördern, ist moderates Training, das nicht überlastet, unverzichtbar. Wichtig ist dabei die Kontinuität, schon in jungen Jahren soll Sport möglichst zum Alltag gehören. Für jedes Lebensalter gibt es die richtigen Sportarten, auch für das hohe Alter. Am effektivsten ist ein auf die Bedürfnisse abgestimmtes Krafttraining, "Seichte Übungen für Senioren mit Tüchern haben keinen Effekt", sagt Dr. Heinke Möllenhoff von der Universität Paderborn. Bei den älteren Menschen sind auch Gewandheits- und lesen Sie weiter




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