Keine reine Alterskrankheit - Parkinson mit Mitte 30
Meistens beginnt die Erkrankung schleichend. Die Hände beginnen zu zittern, wenig später lässt die Beweglichkeit langsam nach. Die Rede ist von Parkinson. Rund 300.000 Menschen in Deutschland leiden daran. Häufig sind ältere Menschen an der Schüttellähmung erkrankt, aber immer mehr jüngere Menschen kommen dazu. Verantwortlich für das Morbus Parkinson ist ein Mangel an Dopamin im Gehirn. Trotz vielen Forschens und zahlreicher Erkenntnisse der Krankheit, ist das Absterben der Nervenzellen im Gehirn nicht heilbar. Der Verlauf der Erkrankung kann jedoch medikamentös deutlich beeinflusst werden. Deshalb gilt gerade bei Parkinson: Je früher die Diagnose gestellt wird, desto effektiver können Therapien wirken.Aktiv gegen Parkinson
Gerade für Parkinson-Kranke gilt es in Bewegung zu bleiben. Denn so kann der Versteifung der Gelenke und Verspannung der Muskeln entgegengewirkt werden. Dabei helfen schon regelmäßige Spaziergänge, Schwimmen oder Radfahren.Eine gezielte Physiotherapie oder Krankengymnastik beugt Fehlhaltungen vor, stärkt die Muskeln und trainiert den Gleichgewichtssinn.
Dem Parkinson davonrennen
Dass sich Sport sehr positiv auf die Erkrankung auswirken kann, erkennt man auch schnell bei Gisela Steinert. Die 48-Jährige leidet seit ihrem 36. Lebensjahr an dieser Krankheit. Gisela Steinert war schon immer sportlich sehr aktiv und lief Marathon. Mitten im Frankfurt–Marathon vor mehr als zehn Jahren, versagten ihre Muskeln das erste Mal. Zunächst blieb die Parkinson–Erkrankung unerkannt. Mit damals 36 Jahren schien die sportliche Frau zu jung. Erst zwei Jahre später dann die endgültige Diagnose: Parkinson. Seitdem muss sie diszipliniert alle zwei Stunden Medikamente einnehmen – ohne geht es nicht.Hamburg, Amsterdam, Hawaii! Dreizehn Marathon-Strecken hat Gisela Steinert schon geschafft. Trotz Krankheit trainiert sie konsequent und motiviert sich immer wieder neu für den nächsten Lauf! Wie die Krankheit bei Gisela Steinert weiter verläuft, weiß niemand. Doch geht die bemerkenswerte Frau ihrer Zukunft auf jeden Fall positiv entgegen. Gisela Steinert gibt nicht auf, tauscht sich in ihrem Internet-Forum regelmäßig mit anderen Kranken aus.


